- Review
Cat’s Eyes – Treasure House
Welcher Film läuft bei euch ab, wenn ihr „Treasure House“ von Cat’s Eyes hört?
Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Carsten Schrader, Mitja Steffens und Philipp Kressmann von der kulturnews. Und ein Gast: die Musikerin, Produzentin und Songwriterin Naima Husseini, die mit „Immer alles“ gerade ein Dreampop-Juwel mit Analogsoul und Discotränen veröffentlicht hat.
Naima: Guten Morgen, Elfen.„Frühstück bei Tiffany“ neben „Pulp Fiction“, „Moonriver“ neben der „Seachange“ von Beck: Die viele Abwechslung ist beeindruckend – und es ist eine glaubwürdige Zeitreise. Ich würde gerne in einen Saloon gehen, einen Whiskey einschenken und die Platte aufs Grammophon legen. Am besten ist das erste Lied: Großartig, wie der Gesang dahinschwebt wie auf Opium.
Carsten: Ich mag The Horrors, aber was Faris Badwan mit Rachel Zaffira hier macht, ist nicht meine Teetasse. Großartig aber die Geschichte, dass sie einen Guerilla-Gig im Buckingham Palace gespielt haben, indem sie sich als Duo ausgegeben haben, das Kompositionen aus der Renaissance spielt.
Mitja: Manchmal tragen sie mir etwas zu dick auf, mit der Streicheropulenz von „Girl in the Room“ beispielsweise – da liegt das Renaissance-Duo ja fast schon nahe. Aber die vielen Filme, die Naima nennt, laufen bei mir auch direkt ab. Dem Video zur Single „Drag“ nach, das einem Horrofilm gleicht, scheinen sich Cat’s Eyes ja auch als Filmemacher zu verstehen – und das zu Recht.
Philipp: Ich muss leider an die Musik aus Walt-Disney-Filmen denken, und die hat mich schon als Kind nicht wirklich gekriegt. Ansonsten kommen mir hier nur noch spröder Folk und Kirchenlieder in den Sinn – und das kann selbst ein New-Order-Produzent nicht wieder gutmachen.
Musik

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