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ESC: Russland von Teilnahme ausgeschlossen

ESC schließt Russland von Teilnahme aus
Foto: Fabio Fistarol

Aufgrund der militärischen Invasion der Ukraine wurde Russland nun auch von der Teilnahme am ESC ausgeschlossen. Zunächst hatte sich die verantwortliche Organisation bedeckt gehalten.

Russland wurde vom ESC ausgeschlossen. Die für das Event verantwortliche Organisation European Broadcasting Union (EBU) gab am 25. Februar bekannt, dass Russland nicht am kommenden Eurovision Song Contest in Turin teilnehmen wird. Das Vorstands-Gremium des ESCs befand Russlands völkerrechtswidrigen Einmarsch in die Ukraine als unvereinbar mit den Werten und Grundsätzen des Wettbewerbs.

Bei der EBU handelt es sich um einen Zusammenschluss öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten. Die Hauptaufgabe der Organisation besteht darin, den Programmaustausch zwischen den Sendern zu koordinieren. Dies gilt besonders für Ereignisse, die ganz Europa betreffen. Die EBU richtete bereits den ersten ESC 1956 in der Schweiz aus und ist seitdem für das Event verantwortlich.

Zunächst hatte sich die EBU hinsichtlich eines möglichen Ausschlusses bedeckt gehalten. Dies ist hauptsächlich damit zu begründen, dass es sich bei dem Bündnis explizit nicht um ein staatliches beziehungsweise politisches Netzwerk handelt, sondern ausschließlich um eines der Rundfunkanstalten. Deshalb gibt es offiziell keine juristische Grundlage, Russlands Teilnahme an dem Wettbewerb auszusetzen.

Andere Teilnehmer und Mitglieder der EBU wie Schweden, Finnland oder die Niederlande drohten damit, dem Wettbewerb fernzubleiben, sollte der russische Beitrag teilnehmen. Dies hat letztlich auch dazu beigetragen, dass man sich für den Ausschluss entschieden hat.

Hier findet ihr die möglichen deutschen Teilnehmer:innen, die am 14. Mai in Turin antreten könnten.