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TV-Tipp: Michael Caine und Harvey Keitel erleben „Ewige Jugend“

Ewige Jugend
Ewige JugendFoto: Gianni Fiorito

Michael Caine als alternder Komponist. Harvey Keitel als alternder Filmregisseur. Das „Zauberberg“-Hotel Schatzalp in Davos. Das Popsternchen Paloma Faith. Ein Südamerikaner, der vielleicht Diego Maradona ist. Rachel Weisz, die vielleicht Juliette Binoche ist, nein, es ist die Tochter des Komponisten. Ennui, Dekadenz, Sex.

Ewige Jugend mit Hitler und Maradona?

Ja, „Ewige Jugend“ von Oscar-Gewinner Paolo Sorrentino („La grande Belezza“) ist ein Ausstattungsstück, das pop- und hochkulturelle Bezüge aufeinanderschichtet, um so einen vielstimmigen Diskurs über das Alter, die Liebe und den Tod zu führen. Der Körper zerfällt, Schönheit lässt sich nicht konservieren, Souveränität erkauft man sich mittels Erkenntnis der eigenen Vergänglichkeit, und gegen wohlgeformte Brüste hat wahrscheinlich niemand was. Wobei sich Michal Caine und Harvey Keitel diese Erkenntnisse mit Gilbert-und-George-hafter Noblesse zuwerfen – als Aneinanderreihung von Kabinettstückchen funktioniert der Film auf jeden Fall. Am Ende wandert Hitler durch die Schatzalp, Maradona kickt einen Tennisball, ein buddhistischer Mönch schwebt über die Alpen. Und das rumänische Supermodel Madalina Ghenea aalt sich nackt im Pool, so schön, so unerreichbar. Falk Schreiber

„Ewige Jugend“ läuft heute Abend um 20:15 Uhr auf Arte.