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Fat White Family – Songs for our Mothers

Was sagt ihr zu den Lagerspaltern aus London?

Jede Woche stellen wir hier eine spannende Neuerscheinung zur Debatte. Es diskutieren Carsten Schrader, Mitja Steffens und Philipp Kressmann von der kulturnews. Und ein Gast: Daniel Beskos, Verleger des mairisch Verlags und Mitveranstalter von „Hamlit – Lange Nacht junger Literatur und Musik“ in Hamburg.

Daniel: Irgendwie deprimiert mich das. Ja, psychedelisch, mellow, low-fi. Aber klingt trotzdem alles wie unter der Brücke aufgenommen.

Carsten: Auf Platte vielleicht wirklich schwer nachvollziehbar, warum die sechs Jungs aus der Londoner Hausbesetzerszene allüberall als letzte wahre Rockband gefeiert werden, doch live sollen sie besser als Suicide, Neu!, Velvet Underground und The Fall zusammen sein. Sicher ist auch plakative Provoposerei dabei, aber selbst hinter Songs wie „Goodbye Goebbels“ und der eigentlich unerträglichen Schunkelnummer „Lebensraum“ steckt keine verkehrte Haltung.

Mitja: Eine gewisse Lässigkeit hätte ich ihnen auch zugesprochen, eine derartige Live-Lobeshymne aber nicht erwartet. Puh, vielleicht sollte ich sie doch nicht so schnell abschreiben? Eigentlich war ich froh, als ich wieder was ohne Brückensound hören konnte. Wie lang hält dich die Family, Philipp?

Philipp: Nur bis zum Opener. Tolle Bassgitarre, ganz in bester Joy Division- und New-Order-Tradition. Der Rest ist mir aber zu viel des Guten. Trotz meiner Sympathie für Geschrammel und Lofi.

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