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H24 – 24 Frauen 24, Geschichten: Frauen wehren sich

Unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen, identisches Thema: Die Serie „H24 – 24 Frauen, 24 Geschichten“ zeigt feministische Manifeste.

H 24 – 24 Frauen, 24 Gesichten: Das ist zunächst einmal ein bekanntes Aufgebot an Schauspielerinnen, hinter den Geschichten aber stecken nicht minder bekannte Schrifstellerinnen, die Namen können im Kasten nachgelesen werden. H24 – 24 Frauen, 24 Geschichten ist eine Dokumentarreihe, jeder der 24 Kurzfilme dauert vier Minuten, jeder hat eine eigene Ästhetik, jeder eine andere Geschichte. Viel von ihnen sind schwer anzusehen. Sie handeln allesamt von Gewalt gegen Frauen, und diese Gewalt ist vielfältig in ihrer Genese wie auch in ihrer Ausgestaltung.

Nathalie Masduraud und Valérie Urrea haben die Dokumentarreiche für Arte France konzipiert. Ihr Ziel war es, die Kurzfilme trotz ihrer Unterschiedlichkeit in ihrer übergeordenten Aussage als Einheit aufscheinen zu lassen, und das ist ihnen voll gelungen. Systemische Gewalt gegen Frauen wird gekontert durch völlig unterschiedliche Widerständigkeit. Die Opfer nehmen ihre Opferrolle nicht an, sondern zeigen ihre Stärke, ihre Macht. Gleich in der ersten Folge spielt die Schauspielerin Diane Kruger („Inglorious Basterds“, „Aus dem Nichts“) eine Frau, die im Bus die männlich-aggressive Rolle einnimmt und gleichzeitig die Frau spielt, die sich der Übergriffe erwehrt.

H24 – 24 Frauen, 24 Geschichten: Ein starkes Team

Nathalie Masduraud und Valérie Urrea haben die Serie konzipiert. Zu ihren Beweggründen sagt Nathalie Masduraud:

„Alles fing damit an, dass wir die Nase voll hatten von der allgegenwärtigen Gewalt gegen Frauen. Um sichtbar zu machen, was Frauen im Alltag passieren kann, und dieses ebenso umfangreiche wie tragische Thema anzugehen, haben wir uns für eine gemeinsame Reflexion mit verschiedenen Autorinnen, Regisseurinnen und Schauspielerinnen entschieden. Das Motiv, uns als Künstlerinnen in der Gesellschaft zu engagieren, bestimmte bereits unsere Arbeit als Dokumentarfilmerinnen.“

Valérie Urrea sagte zu ihrer Motivation: „Weil wir es unerträglich fanden, wie menschliche Schicksale in der Presse auf kurze Meldungen reduziert werden, haben wir uns diese 24 Filme (plus ein Bonusfilm) ausgedacht, die jeweils zu einer bestimmten Uhrzeit spielen. Wir wollten die namenlosen Frauen – die wehrlosen Opfer und jene, die Widerstand leisten – zu Wort kommen lassen und einen Raum schaffen, in dem wir uns unsere Geschichten wieder zu eigen machen können.“

H24 – 24 Frauen, 24 Geschichten läuft heute Nacht um 1.30 Uhr auf Arte zum ersten Mal im linearen Fernsehen, es werden alle Folgen nacheinander gezeigt. Wer so lange nicht wach bleiben möchte, kann die Serie in der Arte-Mediathek streamen.

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