FILM

TV-Tipp: Hape Kerkelings Komödie „Kein Pardon“

Wann hat man je gesehen, dass ein berühmter Fernsehmoderator sich in einer Komödie so zum Bock macht, genauer gesagt: zum blauen Bock? Heinz Schenk moderierte von 1966 bis 1987 den ARD-Volksmusikkracher „Zum blauen Bock“ und glänzte 1992 in „Kein Pardon“, dem Regiedebüt von Hape Kerkeling, als eitler Showmaster Heint Wäscher, der immerzu von sich gab: „So kann isch net arbeiten!“

Hape Kerkeling gibt den Praktikanten Peter Schlönzke, der in Wäschers Hitshow „Witzischkeit kennt keine Grenzen“ den Deppen im lustigen Glückshasenkostüm spielt – bis ihm der Kragen platzt über den Wäscher-Fatzke und er daraufhin die Show übertragen bekommt. Woraufhin er genauso eitel und selbstverliebt wird wie Wäscher …

Klar, „Kein Pardon“ geht in der zweiten Hälfte gehörig die Puste aus, Kerkeling war eben auch erst 28 Jahre alt – aber bis dahin ist sein Film eine bis heute treffsichere Satire auf die Allüren im Show- und TV-Business. Oder glaubt etwa jemand, dass sich Dieter Bohlen, Heidi Klum und Dieter Nuhr hinter den Kulissen ihrer TV-Sendungen anders benehmen?

Und jetzt alle: „Das ganze Leben ist ein Quiz, und wir sind nur die Kandidaten!“

„Kein Pardon“  läuft heute Abend um 20:15 Uhr auf Nitro.