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Streamingriese Spotify: Musiker protestieren, die Aktie fällt – und die Nutzer wollen nur Musik hören

Ein Smartphone mit Werbung von Spotify

Der Musikstreaminganbieter kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht raus: Musiker kritisieren das Modell, Verschwörungsideologen tummeln sich dort, jetzt stürzt die Aktie ab. Die Nutzer interessieren sich aber vor allem für eins: Musik und Audios.

  • Der börsennotierte Audiostreamingdienst Spotify kämpft aktuell mit Problemen.
  • Bekannte Musiker protestieren gegen die Plattform.
  • So hatte Neil Young Spotify kürzlich vor die Wahl gestellt, entweder seine Musik oder Joe Rogans Podcast zu löschen, der Falschinformationen über Covid-19 verbreitet hatte.
  • Der Musikstreaming-Anbieter Spotify hat seine Anleger zudem mit einer verfehlten Prognose für das erste Quartal enttäuscht.
  • Die Aktie der Musik-Streamingplattform ist daraufhin eingebrochen.
  • Die Nutzer der Plattform geben sich unbeeindruckt.

„Spotify erreicht Millionen von Nutzern überall dort, wo sie Musik hören“ lautet das Versprechen von Spotify. Und das Konzept des schwedischen Anbieters mit Sitzen in Stockholm, London, Nordamerika und Australien geht auf: Musikstreamer lieben das vielfältige und praktische Angebot des Dienstes, das inzwischen nicht mehr nur Unmengen an Musik einfach und schnell zugänglich macht, sondern auch Inhalte wie Podcasts und Hörbücher.

Doch insbesondere seit letztem Jahr wächst in der Musikszene der Widerstand gegen Streamingportale, die wie Spotify funktionieren. In 31 Städten weltweit zogen Musikschaffende vor die Büros von Spotify selbst, um gegen das Bezahlmodell des Streamingdiensts zu protestieren, weil sie die Ausschüttung von Tantiemen als zu gering angesetzt empfinden.

Der bei den Nutzern beliebte Musikstreaming-Marktführer Spotify muss sich nun aber mit weiteren Problemen auseinandersetzen: Durch die Kontroverse um Corona-Falschinformationen in bestimmtem Podcast-Formaten, wie dem von Joe Rogan, fühlen sich nicht nur Musiker wie Neil Young vor den Kopf gestoßen.

Aktie der Musik-Streamingplattform

Auch die Erwartungen der Anleger hat der börsennotierte Musikstreamingdienst mit der Prognose für das laufende Quartal jetzt verfehlt. Die Aktie der Musik-Streamingplattform ist daraufhin deutlich eingebrochen.

Doch dem wankenden Streamingriese stärken vor allem die User durch stark gestiegene Abozahlen den Rücken: Allein im vergangenen Vierteljahr stieg die Zahl der Abonnenten bei Spotify binnen drei Monaten um 8 Millionen Abos, von 172 auf 180 Millionen. Die Nutzerzahl auf der Plattform insgesamt wuchs von 381 auf 406 Millionen. Gleichzeitig ist der Umsatz des Unternehmens im Jahresvergleich um 24 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro gewachsen.

„Sound of the Week“: Die Spotify-Playlist von kulturnews

Auch wenn viele gerade unken, dass Spotify nur noch Negativschlagzeilen macht, die Nutzer interessieren sich vor allem für eins: Musik und Audios überall anhören zu können. Deshalb bieten auch wir von kulturnews dir vorerst auch weiterhin eine kuratierte Musikauswahl über Spotify an.

Von Elektro über HipHop und R’n’B bis hin zu Pop, Folk und Rock – und manchmal auch Jazz und Klassik. Unsere Tracks der Woche gibt es im kulturnews Sound of the Week auch weiterhin.