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„Catch me if you can“ mit Leonardo DiCaprio bei Arte

Catch me if you can
© DreamWorks LLC/All rights reserved

Gaunerkomödie von Steven Spielberg: Der Hochstapler Frank Abagnale gibt sich als Anwalt oder Pilot aus – und entkommt immer wieder dem FBI.

Warum lieben wir Hochstapler? Auf der einen Seite verurteilen wir sie als Verbrecher, die sich durch Lügen bereichern und die Naivität ihrer Mitbürger:innen ausnutzen. Auf der anderen bereitet es uns oft eine diebische Freude, ihnen zuzusehen, gerade wenn sie mit ihren Charaden erfolgreich sind. Vielleicht, weil sie uns zeigen, wie viel möglich ist, wenn man nur genug Einfallsreichtum und Glück hat. Von dieser Diskrepanz lebt „Catch me if you can“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hanks in den Hauptrollen.

Der junge Frank Abagnale Jr. (DiCaprio) hat von seinem Vater gelernt, sich durch Selbstvertrauen überall durchzumogeln. Als sich seine Eltern scheiden lassen und sein Vater ruiniert wird, wartet Frank nicht einmal darauf, die Schule abzuschließen. Er reißt von zu Hause aus und beginnt seine Karriere als Hochstapler. Er gibt sich als Anwalt, Arzt oder Pilot aus – und stellt schnell fest, dass man mit ein bisschen Improvisation erstaunlich weit kommen kann. Doch seine gefälschten Schecks rufen das FBI auf den Plan, in der Person von Carl Hanratty (Hanks). Jahrelang liefern sich beide ein endloses Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es Frank immer wieder gelingt, in letzter Sekunde zu entkommen …

„Catch me if you can“ basiert auf einer wahren Geschichte. Für Regisseur Steven Spielberg ist der Film einerseits eine Gelegenheit, in leichtherziger 60er-Nostalgie zu schwelgen. Zugleich nimmt er aber auch ebenjene Nostalgie aufs Korn, indem er demonstriert, wie die damalige Aufbruchsstimmung von einem Einzelnen ausgenutzt werden konnte.