FILM

TV-Tipp: „Gefährliche Wahrheit“ – Fake News und Korruption

Gefährliche Wahrheit
Bild: Christiane Pausch/Odeon Fiction/ZDF/ARTE

Wieviel Verantwortung tragen die Medien? Welche Rolle spielen sie in der Gesellschaft? Was können sie tun, wenn es ihnen finanziell immer schlechter geht? Um diese und ähnliche Fragen geht es in „Gefährliche Wahrheit“. Es sind Frage, die nicht nur innerhalb der Branche von Bedeutung sind. Denn wahrheitsgemäße Berichterstattung ist einer der Grundpfeiler der Demokratie, das wissen wir alle – nur Geld ausgeben wollen wir dafür ungern.

Eines Nachts brennt plötzlich eine Mietskaserne, unter den Todesopfern sind auch Kinder. Eine große Story, von der sich die schwächelnde Lokalzeitung den lang ersehnten Aufschwung erhofft. Insbesondere  Enthüllungsjournalistin Maren Gehrke (Lisa Maria Potthoff) scheint einer Riesensache auf der Spur zu sein. Sie ahnt, dass das Haus nicht zufällig abgebrannt ist. Eigentlich gehörte es der Stadt, sollte aber nun in Privatbesitz übergehen. Plötzlich sterben Zeugen und beteiligte Politiker:innen. Marens Recherche wird immer gefährlicher …

Währenddessen unternimmt der Verlag immer verzweifeltere Versuche zur Rettung der Zeitung. Die Chefredakteurin wird gefeuert, der Verleger wendet sich an einen zwielichtigen Investor. Die junge Bloggerin Sarah Karimi (Almila Bagriacik) argumentiert, man müsste die neuen Medien mehr einbinden und News unterhaltsamer und interaktiver machen. Aber ist das die Zukunft des Journalismus – oder doch das Ende der seriösen Berichterstattung?

Regisseur Jens Wischnewski ist im deutschen Fernsehen für seine Thriller bekannt. Seine „Tatort“-Folge „Anne und der Tod“ war 2020 für den Grimme-Preis nominiert.

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