„Alice oder Die Bescheidenheit“ bei Arte: Philosophie oder Politik?

Eine junge Philosophiestudentin berät einen ausgelaugten Politiker – der Neid der neuen Kollegen lässt sie aber zweifeln, ob das eine P mit dem anderen P zusammenpasst.
Heute bei Arte und bis 1. Mai in der Arte-Mediathek zu finden: „Alice oder Die Bescheidenheit“ von Regisseur Nicolas Pariser: Die junge Philosophie- und Literaturabsolventin Alice Heimann (Anaïs Demoustier) verlässt Oxford, um eine Stelle im Rathaus von Lyon anzutreten. Beim persönlichen Gespräch bei Bürgermeister Paul Théraneau (Fabrice Luchini) offenbart dieser ihr, dass er nach 30 Jahren in der Politik nicht mehr denken kann – er fühle sich ausgelaugt und leer. Alice soll ihn auf neue Gedanken bringen, ihm Ideengeberin sein. Von nun an ist es ihre Aufgabe, für den Bürgermeister kurze Notizen mit philosophischen Reflexionen zu erstellen.
Théraneau ist von Alices Einfällen begeistert. Alice muss im hektischen Rathausalltag neben den vielen Terminen des Bürgermeisters auch Zeit für die ständigen Anfragen seiner Kabinettschefin Isabelle Leinsdorf (Léonie Simaga) finden. Schließlich ernennt Théraneau Alice zur Leiterin des Projekts „Lyon 2500“, das als Einstimmung auf seine bevorstehende Präsidentschaftskandidatur dienen soll. Doch das zieht den Zorn vieler Kolleginnen und Kollegen auf Alice, die sie als inkompetent ansehen und ihr den Erfolg nicht gönnen. Alice bemerkt, dass sie sowohl beruflich als auch privat unglücklich ist, und so stellt sich auch in ihrem Austausch mit dem Bürgermeister die Frage, ob Philosophie und Politik überhaupt miteinander vereinbar sind …