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Amber Run: Ihre neue EP ist ein Meisterstück über Mental Health

Amber Run kündigen ihre neue EP „The Search (Act 1)“ an. kulturnews empfiehlt das Video zum programmatisch zu verstehenden Song „I’m tired“.

Drei Männer Nachthimmel Bäume Sonnenuntergang
Foto: Jordan Curtis Hughes

Vermutlich verbinden alle, die Amber Run kennen sie vor allem mit ihrer Single „I found“ – und das sind nicht wenige, schließlich haben sich die britischen Indierocker 2014 mit ihrer Single Platinstatus erspielt. Wem der Song seinerzeit mit seiner warmen Verhandlung einer unglücklichen Beziehung viel Trost gespendet hat, für den hat das Trio kürzlich den nächsten Meisterstreik veröffentlicht.

Mit ihrer neuen Single „I’m tired“ haben Amber Run erneut einen großen Sprung in Sachen Songwriting vollzogen – und sind doch bei ihren fruchtbarsten Themen geblieben. Denn „I’m tired“ setzt sich erneut mit Themen der Mental Health auseinander: nahbar und allgemeingültig, ohne sich auch nur in die Nähe der sloganhaften Phrasendrescherei zu begeben.

Wovon der Song handelt, fasst der Titel bereits zusammen. Und in der Tat ist es auch die größte Stärke des Texts, wie vorhersehbar er ist: Die Szenen der grauen Alltagsmonotonie, der lieblos auf der Arbeit verschwendeten Stunden, der Pendelwege – sie sind allgemeingültig.

Doch was die Band in ihrer Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen so glaubwürdig erscheinen lässt, ist dass sie um den Galgenhumor wissen, der in solchen Situationen oft als Bewältigungsstrategie dient: „Es ist nichts Romantisches daran, im Regen zu stehen“, erklärt Sänger und Gitarrist Joshua Keogh.

„Ich hatte zuvor noch nie versucht, etwas zu schreiben, das Emotionen mit Humor verbindet. Es war eine wirklich interessante Herausforderung, das Motiv zu vermitteln und dabei eine selbstironische und augenzwinkernde Haltung zu bewahren.“ Der Song ist Ein starkes Statement, mit dem Amber Run uns jede Menge Vorfreude auf ihre neue EP „The Search (Act 1)“ machen. Schaut euch das Video zu Song unten auf unserer Seite an.

Denn die darauf enthaltenen Songs, die wir glücklicherweise schon in Ohrenschein nehmen durften, befassen sich ähnlich gewinnbringend mit verwandten Thematiken: Egal, ob Amber Run in „Big Boys“ mit toxischer Männlichkeit brechen, familiäre Probleme in „Ride“ ins Auge nehmen oder auf „Sweet Melancholy“ der Einsamkeit eine Hymne widmen – „The Search (Act 1“ ist ein Meisterstück über Mental Health.

Freut euch mit uns auf den 10. September. Dann erscheint „The Search (Act 1)“ auf Tripel. Und freut euch auch auf das, was Amber Run da noch geplant haben. Schließlich heißt die neue EP bestimmt nicht umsonst „Act 1“.

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