„Amore und basta!“: Schwanger? Wir doch nicht!
Auf dem Papier könnte die Beziehungskomödie voller Klischees sein – doch die Hauptdarsteller:innen sorgen für echte Tiefe.
Valerio (Edoardo Leo) und Alessandra (Claudia Pandolfi) sind wie für eine wilde Affäre gemacht: Bei ihr sind alle Versuche mit künstlicher Befruchtung gescheitert, er hat unbrauchbare Spermien. Also treiben sie es, nachdem sie sich per Zufall im Bus kennen gelernt haben, bei jeder sich bietenden Gelegenheit miteinander – es kann ja nichts passieren … Die Sache wird etwas komplizierter, weil Alessandra in ihrem neuen Job ausgerechnet der Schule zugeteilt wird, in der Valerio ihr Schulleiter ist. Sie halten sich für diskret, aber natürlich haben die Schüler schnell raus, dass zwischen ihrem machohaften Direktor und der engagierten Feministin etwas läuft. Und dann tritt doch die 0,1-Prozent-Chance ein: Alessandra wird schwanger! Beide sind sich absolut sicher, dass sie Beziehung nicht können, und Alessandra möchte ohnehin auf keinen Fall einen Mann bei der Erziehung ihres Kindes dabeihaben.
Zwei, die gar nicht miteinander können? In einer leichtfüßigen Liebeskomödie wie dieser? Da ist das Happy End natürlich vorgezeichnet! Bis die Fruchtblase platzt, kommt es noch zu reichlich komischen Verwicklungen – ein peinliches Neujahrsessen mit Valerios konservativer Familie, ein Schulstreik, bei dem sich Alessandra auf die Seite der protestierenden Schüler stellt, das überraschende Auftauchen von Alessandras Samenspender etc. Aber „Amore und Basta!“ ist mehr als eine Reihe ausgestanzter Beziehungssketche. Die erfahrenen Komödiendarsteller Claudia Pandolfi und Edoardo Leo, die schon letztes Jahr in „Du & ich und alle reden mit“ zusammen zu sehen waren, machen aus ihren klischeegefährdeten Rollen echte Charakterstudien und verhelfen so auch den emotional tiefgehenden Szenen zu Glaubwürdigkeit.