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Arbeitswelt 4.0 – Von der Hierarchie zur Demokratie

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Bildquelle: Maxwell Ridgeway/Unsplash

Seit einigen Jahren schreitet die Digitalisierung voran und speziell in der Arbeitswelt erfolgt eine Entwicklung in Richtung Arbeitswelt 4.0. Aufgrund von digitalen Technologien ist es möglich, vernetzter, weltweiter und fast überall zu arbeiten.

Arbeitswelt 4.0

Einige Firmen – speziell im IT-Bereich – sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen und viele andere Firmen ziehen nach. Ein Übergang in die Arbeitswelt 4.0 muss jedoch gut geplant sein, da damit doch eine großflächige Veränderung in der Arbeitswelt zusammenhängt. Aufgabenprofile und Berufsbilder verändern sich, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird großgeschrieben und die bisher bekannten Hierarchien und Strukturen unterliegen dem technologischen Wandel und müssen diesem immer wieder neu angepasst werden. 

Vor- und Nachteile

Durch die vermehrte Arbeit im Home-Office einerseits muss das Vertrauen in die Mitarbeitenden gestärkt werden beziehungsweise wird es vorausgesetzt. Das selbstständige Arbeiten, wann und wo man will, ohne dauernde Kontrolle ist nicht mehr zeitgemäß. Gleichzeitig gilt es aber auch, Teams zu kontrollieren, Teams, die sich teilweise noch nie gesehen oder unterschiedliche Tagesabläufe haben. Diese Teams stehen vor der Herausforderung, trotzdem miteinander zu interagieren, um das vorgeschriebene Ziel oder Arbeitspensum zu erreichen. Die vorher festgelegten Rollen sind flexibel und werden bei jedem neuen Projekt den unterschiedlichen Kompetenzen angepasst. Das Scrum-Modell löst das hierarchische Prinzip ab. Die Digitalisierung bringt ungeahnte Möglichkeiten, Dinge zu verarbeiten. Viele aufwendige oder schwierige Abläufe können nun automatisiert ablaufen – eine höhere Produktion oder ein höherer Verkauf sind dadurch möglich. Dies führt in vielen Unternehmen zu einer Umsatzsteigerung. Es braucht dafür gezielte Prozesse, um am Wandel teilzunehmen und die Digitalisierung als Vorteil nutzen zu können.

Als neue Berufsbegriff etabliert sich das Digitalisierungsmanagement, das für eben jene Prozesse verantwortlich ist. Dabei werden nicht nur die Social-Media-Kanäle genutzt, sondern auch Prozesse mittels Kommunikations- und Informationstechnologie eingeführt, um vom analogen Arbeiten einen Wandel zum digitalen Arbeiten möglich zu machen. Grenzen werden dabei überwunden, was für gute Vernetzung sorgt, das führt zu neuer Interaktion durch rege Interaktion. Innovation steht gleichzeitig für Fortschritt, birgt aber auch das Risiko, dass man durch die diversen innovativen Kommunikationsmittel von einer Flut an Informationen überrannt wird. Hier muss es in jedem Unternehmen klare Linien geben, welche Informationskanäle wie oft und wann benutzt werden dürfen, um einerseits die MitarbeiterInnenzufriedenheit zu gewährleisten und andererseits keine unbeantworteten Anfragen oder Aufträge zu haben. 

Von der Hierarchie zur Demokratie

Diese Flexibilität und dieser Informationsüberschuss führen auch bei den Führungskräften zu einem Wandel vom herkömmlichen hierarchischen Chef zum Digital Leader und zur demokratischen Führungskraft. Neue Kompetenzen werden gebraucht, um die Führung eines Teams im Home-Office übernehmen zu können. Die Führungskraft 4.0 muss durch Know-How, Flexibilität und Fachkompetenz ein gutes Vorbild sein und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden individuell fördern, um zielgerichteten Erfolg verbuchen zu können. Entsprechende Förderkonzepte oder Weiterbildungen, um aus den alteingesessenen Führungskräften Digital Leader zu formen, gibt es kaum.

Obwohl die Arbeitswelt 4.0 bereits in der Digitalisierung angekommen ist, wird es dennoch einige Zeit brauchen, um diese in allen Bereichen von Unternehmen bestmöglich nutzen und etablieren zu können, ohne dass Kompetenzen und Wissen verloren gehen. Die Arbeitswelt 4.0 kann als Wegbereiter und Basis für die noch in der Zukunft liegenden und bestmöglich angepassten Arbeitswelt 5.0 gesehen werden.

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