„Arco“: Freundschaft nach dem Zeitsturz
Mit „Arco“ kommt ein sehenswerter Sci-Fi-Animationsfilm in die Kinos, der von Freundschaft bis Klima wichtige Themen unserer Zeit in der Zukunft kindgerecht verhandelt.
Die Geschichte klingt zunächst nicht sonderlich anspruchsvoll: Der in ferner Zukunft lebende Junge Arco büxt eines Nachts aus und fliegt mit der Ausstattung seiner älteren Schwester – mit einem Zeitreise-Cape und einem magischen Edelstein – in die Vergangenheit – die für uns immer noch Zukunft ist. Der Animationsfilm „Arco“ läuft jetzt in den Kinos.
Im Jahr 2075 – für ihn weit in der Vergangenheit – trifft Arco auf das zehnjährige Mädchen Iris, die ihn rettet, nachdem er im Wald abgestürzt ist. In der Folge erleben die beiden mit Hilfe eines Haushaltsroboters etliche Abenteuer. „Arco“ des französischen Regisseurs und Comiczeichners Ugo Bienvenu hat zu Recht den Europäischen Filmpreis 2025 als bester Animationsfilm gewonnen und war dieses Jahr für den Oscar nominiert. Der Film bringt die Themen Freundschaft und Hilfsbereitschaft ebenso gekonnt in seiner Handlung unter wie die großen Themen Klimakatastrophe und Umweltzerstörung, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu dozieren. Auch die Spannbreite, wie Elternschaft sein kann – von nie anwesenden Vätern und Müttern bis zu überbehütenden Eltern –, wird ganz nebenbei in die Handlung eingewoben. Dass die Animationen des Films ohne reißerische Special Effects auskommen und der Film dennoch heutig wirkt, ist ein Zeichen seiner ästhetischen Souveränität. Natalie Portman gehört zu den Produzentinnen von „Arco“, in der englischsprachigen Version des französischen Films verleiht sie dem Haushaltsroboter ihre Stimme.