ARD-Doku: „Wie die Liebe geht – 4 Paare. 8 Jahre.“ – Ein Drehbuch vom Leben geschrieben
Vier Paare, acht Jahre, viele Wendepunkte: Die Dokuserie ‚Wie die Liebe geht‘ begleitet Beziehungen zwischen Kinderwunsch, Freiheit und Verlust. Ab dem 23. Dezember kann man sie in der ARD-Mediathek streamen.
Acht Jahre lang begleitet die Serie vier sehr unterschiedliche Paare durch eine Lebensphase, in der sich nicht nur Beziehungen verändern, sondern ganze Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Was zunächst nach Alltag aussieht, entpuppt sich schnell als permanenter Ausnahmezustand. Am Anfang steht bei allen der Glaube an die Liebe und an ihre Haltbarkeit, dann kommen die Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt. Die ARD-Doku „Wie die Liebe geht – Vier Paare, acht Jahre“ steht ab sofort in der ARD-Mediathek und wird am 30. 12. zur Mitternachtszeit im rbb ausgestrahlt.
Blind Date mit den Paaren
Sarah und Patty aus dem Ruhrgebiet träumen vom Familienglück mit Hochzeit, Haus und Kindern. Doch ihr Kinderwunsch wird zu einem langwierigen, emotional wie finanziell belastenden Prozess, der ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt. Benni und Nici aus Berlin heiraten früh, bekommen schnell ein Kind und versuchen, Familie, Studium und Beruf miteinander zu vereinbaren. Ein schwerer Schicksalsschlag verändert alles und stellt die Frage neu, was Liebe in Momenten bedeutet, in denen nichts mehr planbar ist. Ganz anders starten Mirko und Nicola aus Bremen in ihr gemeinsames Leben. Temperamentvoll, laut und voller Energie bauen sie eine Patchworkfamilie auf, bekommen ein gemeinsames Kind und ringen immer wieder um Erwartungen, Rollenbilder und die richtige Nähe in ihrer Beziehung. Das Berliner Künstlerpaar Michi und Louis hingegen glaubt an eine Liebe ohne Besitzansprüche. Heirat ist kein Thema, Monogamie erst recht nicht. Sie öffnen ihre Beziehung, werden Eltern und müssen lernen, dass Freiheit ebenso herausfordernd sein kann wie Verbindlichkeit.
Liebe als unberechenbarer Prozess
Die Serie springt in jeder Folge zwischen den Paaren hin und her. Dadurch entsteht ein abwechslungsreicher Erzählfluss, der die Veränderungen der Pärchen über die Jahre mit einer guten Balance aus Nähe und Distanz verfolgt. Als Zuschauer:in beobachtet man, bildet Meinungen und verwirft sie wieder. Am spannendsten sind die Momente, in denen das Umfeld Teil der Erzählung wird. Eltern, die offene Beziehungsmodelle skeptisch hinterfragen. Freund:innen, die Veränderungen kommentieren oder irritiert reagieren. Gespräche über Heirat, Nicht-Heirat, Kinderwunsch und alternative Familienmodelle werden realitätsnah gezeigt und verweben sich zu einer Vielzahl facettenreicher Geschichten.
„Wie die Liebe geht“ zeigt, dass Liebe kein Ziel ist, sondern ein Prozess. Einer, der sich verändert und manchmal ganz anders endet, als er begonnen hat. Am Ende wirkt die Serie wie ein Spiegel gesellschaftlicher Realität, in dem nicht geurteilt, sondern beobachtet wird. Genau darin liegt ihre Stärke. Sie macht sichtbar, dass es nicht die eine richtige Art zu lieben gibt, sondern nur individuelle Versuche, mit Nähe, Verantwortung, Freiheit und Verlust umzugehen. Ein Drehbuch vom Leben geschrieben – voller Höhen, Tiefen und Unberechenbarkeit.