Arne Dahl: Neid

Arne Dahl ist ein Meister der Verflechtung. Und so darf man durchaus vorab verraten, dass zahlreiche Einzelstränge letztlich doch zum großen Ganzen werden in diesem dritten Fall der Opcop-Gruppe. Paul Hjelm selbst kümmert sich inoffiziell und auch nicht unbedingt nur mit legalen Mitteln um einen Erpressungsfall im EU-Politiker-Milieu: Die attraktive Marianne Barrière mag es privat mehr als nur ein wenig verrucht. Fotos aus ihrer Vergangenheit sollen nun einen wichtigen Vorstoß in Richtung Energiewende verhindern.
Hjelms alte Kollegen in Schweden ermitteln in einem Mordfall an einem Professor, der für Barrière arbeitete – und mit dessen Smartphone ein blinder Bettler davongelaufen ist. Hjelms neue Truppe lauert der Bettlermafia in Amsterdam auf und weil es trotz dieses massiven Personaleinsatzes anscheinend immer noch nicht reicht, um diesen Fall zu lösen, animiert Hjelm seinen mittlerweile in Griechenland herumschriftstellernden – und finanziell abgebrannten – Ex-Kollegen Gunnar Nyberg zu einem Undercovereinsatz.
Dass bei so vielen Handlungssträngen und Handelnden der Krimi nicht im Chaos untergeht, sondern tatsächlich übersichtlich bleibt, ist natürlich dem Autor zu verdanken – aber auch der guten Hörbuchbearbeitung. Spannend! Und am Ende gibt es noch eine Überraschung, die einen den vierten Teil der Reihe kaum erwarten lässt.
Literatur


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