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Arte Mediathek: Daniel Barenboim und Beethovens Sinfonie Nr. 8

Der Dirigent Daniel Barenboim hebt einen Arm
Der Dirigent Daniel Barenboim mit der Staatskapelle BerlinFoto: Monika Rittershaus

In der Arte Mediathek nimmt sich Stardirigent Daniel Barenboim Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 8 vor – ist die eigentlich gut?

In der Arte Mediathek und auf Arte kann man nun mal wieder sehen und hören, dass Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 8 in F-Dur, op. 93 e nicht der ganz große Wurf ist wie die bekannteren Werke Nr. 5 oder Nr.  9 – um sich dann davon zu überzeugen, dass die achte Sinfonie eben doch ein Meisterwerk ist. Vor allem, wenn sie von einem Meister wie Daniel Barenboim dirigiert und einem Orchester wie der Staatskapelle Berlin gespielt wird.
Bis 10. Februar 2023 ist die Einspielung von 2020 in der Arte Mediathek abrufbar und am 13. November für klassische Nachtschwärmer und Klassikliebhaber um 00:35 Uhr im TV auf Arte zu sehen.
Der Dirigent Daniel Barenboim
Der Dirigent Daniel Barenboim Foto: Monika Rittershaus
Barenboim sagt über den Meisterkomponisten, dass alles, was noch entstehen oder erfunden wird, sich schon in Beethovens Musik finde. Eine Aussage, die sich vielleicht besser noch an anderen Sinfonien Beethovens oder einigen seiner Klaviersonaten und Streichquartette festmachen lässt. Aberr nichtsdestoweniger eine Aussage, die komplett zutrifft. Beethoven war ein Visionär.
Die Sinfonie Nr. 8 stammt aus den Jahren 1811 und 1812;  1814 wurde sie in Wien uraufgeführt. Es ist die kürzeste Sinfonie, die Beethoven verfasst hat, dafür bietet sie im Gegensatz zu pompöseren, größeren Werken wie der Sinfonie Nr. 9 viel Humor. Was sie mit den offiziell maßgeblicheren und bekannteren Werken Beethovens gemeinsam hat: Sie betritt kompositorisch Neuland und ignoriert die bis dahin geltenden Formen und Ausprägungen für eine Sinfonie. Die Rezeption war damals wie heute eher zurückhaltend, doch muss man die innovative Kraft der Sinfonie erkennen, um sie richtig schätzen zu können.