Arte Mediathek: „Figaros Hochzeit“ als großes Risiko für Mozart
Die Handlung: Graf Almaviva, Figaros Dienstherr, will seiner Braut Susanna an die Wäsche. Nach einem abenteuerlichen Wechselspiel gelingt es dem pfiffigen Kammerdiener Figaro mit Hilfe der Gräfin und des Pagen Cherubino, den liebestollen Grafen bloßzustellen …
Wolfgang Amadeus Mozart begann die Arbeit an „Figaros Hochzeit“, ohne dass er einen Auftrag dazu bekommen hatte – eine damals komplett unübliche Praxis, eine Oper zu beginnen, ohne eine Aufführung oder eine Bezahlung in Aussicht zu haben. Zudem galt Mozart zwar als Genie auf dem Gebiet der Instrumentalmusik, an maßgeblichen Stellen wie dem Kaiserhof hielt man ihn aber für einen Anfänger auf dem Gebiet der Oper bzw. des Theaters. Und: Die komödiantische Vorlage von Beauchmarchais war verboten worden, da sie als anstößig galt.
Letztlich konnte der Kaiser überzeugt werden, dass Mozart die Oper nicht nur schreiben, sondern die Uraufführung von „Le Nozze di Figaro“ sogar im Hofburgtheater abhalten konnte. Regie führt bei der Wiener Inszenierung ein Spezialist für humoristische Opern: Barrie Kosky, der ehemalige (bis 2022) Intendant der Komischen Oper Berlin.