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A$AP Rocky: Name des Rappers fällt in Anhörungen gegen Trump

A$AP Rocky
A$AP Rocky, Foto: Sony Music

Es laufen die Anhörungen zum Vorwurf des Amtsmissbrauchs gegen Donald Trump. Während der Anhörungen ging es nun auch um Rapper A$AP Rocky.

Nach einer Auseinandersetzung mit zwei aufsässigen Fans in Stockholm ist A$AP Rocky im August dieses Jahres von einem schwedischen Gericht zu einer Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung verurteilt worden. Nachdem der Rapper und seine Begleiter bereits einen Monat in einer Untersuchungshaftanstalt verbrachten, blieb ihnen zumindest eine Gefängnisstrafe aber erspart. Nun ist der Fall noch einmal in einem ganz anderen Kontext aufgetaucht: Im Zuge der aktuellen Anhörungen wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs gegen Donald Trump wurde der Fall gestern von US-Botschafter Gordon D. Sondland zum Thema gemacht.

Sondland sprach über ein Telefonat, das er am 26. Juli mit dem amerikanischen Präsidenten geführt haben soll. Entgegen der Vermutung, das Telefonat hätte Trumps Kampagne gegen Joe Biden gedient, sagte Sondland aus, dass der wahre Grund des Gesprächs die Verhaftung von A$AP Rocky in Schweden gewesen sein soll. Nachdem die Verhaftung des Rappers im Sommer medialen Fahrtwind aufnahm, versuchte Trump, sich auf politischem Wege für den Musiker einzusetzen. So schlug er dem schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven vor, A$AP Rocky auf Kaution laufen zu lassen (Anm. d. R.: Schweden verfügt über kein Kautionssystem).

Trump sollte Verhaftung des Rappers politisch für sich nutzen

Auch in einer vorherigen Anhörung wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs gegen Trump, fiel der Name des in New York geborenen Musikers. David Holmes aus dem US-Außenministerium sagte aus, Sondland hätte Trump geraten, sich nicht in den Gerichtsprozess gegen A$AP Rocky einzumischen, den Fall aber trotzdem politisch für sich zu nutzen: Hätte Trump den Schweden nach der Verurteilung des Rappers Rassismus vorgeworfen und ihn bei seiner Rückkehr in die USA mit offenen Armen empfangen, hätte er dadurch sein Image verbessern können.

Es werden noch weitere Anhörungen wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs gegen Donald Trump stattfinden. Auch zum Thema A$AP Rocky wird mit Sicherheit noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.

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