FILM

Amouröse Diplomatie im Weißen Haus

Die norwegische Serie „Atlantic Crossing“ rückt einen Aspekt des Zweiten Weltkriegs in den Mittelpunkt, der bisher wenig in der Öffentlichkeit verhandelt wurde: die Besetzung Norwegens durch das nationalsozialistische Deutschland. Damals floh die norwegische Kronprizessin Martha mit ihren Kindern in die USA. Diese Entscheidung, so sehr sie erst mal das Persönliche zu betreffen scheint, war in wirklichkeit von großer politischer Bedeutung: Martha wurde von US-Präsident Franklin D. Roosevelt im Weißen Haus aufgenommen mit der Folge, dass sich eine amouröse Beziehung zwischen den beiden entwickelte und Martha immer wieder versuchte, Roosevelts Entscheidung zur Neutralität gegenüber Deutschland nicht nur zu hinterfragen, sondern sie zugunsten eines Kriegseintritts gegen Deutschland aufzugeben. Für die Serie „Atlantic Crossing“, die ab sofort auf Magenta TV zu sehen ist, konnte nicht nur die schwedische Schauspielerin Sofia Helin („Die Brücke“) für die Rolle der Kronprinzessin gewonnen werden, sondern auch „Twin Peaks“-Star Kyle MacLachlan als US-Präsident Roosevelt.