KULTUR

Back to Back Theatre erhält mit dem Ibsen-Preis die wichtigste Theaterauszeichnung

Back to Back Theater gewinnt Ibsen-Preis
Aus dem Stück „Ganesh versus the third Reich“Foto: Jeff Busby

Der Ibsen-Preis 2022 geht an das Back to Back Theatre aus Australien. Das Kollektiv wurde 1987 in Geelong, Victoria gegründet und versteht sich als moralische Instanz, die unbequeme Fragen über Konflikte und Zustände in der australischen Gesellschaft stellen möchte. Es arbeitet lokal wie global, was bislang zu knapp 100 internationalen Gastspielen geführt hat. 

Die Jury begründet die Auszeichnung mit der innovativen und furchtlosen Einzigartigkeit der Kompanie, die über eine besondere humanistische Qualität verfüge. Grundlegend dafür sei der tiefe Respekt dem Individuum gegenüber.

Dabei lobte die Jury-Präsidentin Ingrid Lorentzen den provokanten Inszenierungsstil des Kollektivs, das dadurch sozialen und politischen Anliegen eine kraftvolle Stimme gäbe. 

Back to Back ist der erste australische Preisträger.

Das Back to Back-Kollektiv:

Der Internationale Ibsen-Preis wird als Nobelpreis der Theaterwelt verstanden. Der Preis wurde erstmals 2007 und daraufhin alle zwei Jahre am 20. März verliehen, dem Geburtstag des namensgebenden Schriftstellers Henrik Ibsen. 

Ibsen-Preis geht an Back to Back:

Bisher haben den Preis unter anderem der britische Regisseur Peter Brook, die französische Regisseurin Ariane Mnouchkine, der österreichische Autor und Nobelpreisträger Peter Handke sowie der US-amerikanische Dramatiker und Performance-Künstler Taylor Mac gewonnen. Die Auszeichnung ist mit 2,5 Millionen norwegischen Kronen (circa 250 000 Euro) dotiert.

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