URBANE KULTUR

Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz: Gedenken mit Esther Bejarano im Polittbüro

Vor 75 Jahren hat die Rote Armee der Sowjetunion das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Am Sonntag gedenkt das Auschwitzkomittee dieses Moments, dessen genaues Datum der 27. Januar 1945 ist, im Hamburger Theater Polittbüro unter dem Titel „Gegen das Vergessen“. Angekündigt sind ein Gespräch, Film, Lesung und Musik. Letztere wird von Stefan Goreiski mit der Gruppe ’A Mekhaye kommen, und mit Sicherheit wird dann auch wieder Esther Bejarano auf der Bühne stehen und mitsingen.

Auftritte mit der Microphone Mafia

Die Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück trat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder in der Öffentlichkeit auf, meistens gemeinsam mit der HipHop-Gruppe Microphone Mafia. Unter anderem konnte man sie vor einigen Jahren in der ZDF-Kabarettsendung Die Anstalt sehen (Video oben) und im Jahr 2012 gemeinsam mit Konstantin Wecker im Hamburger Stadtpark.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung wird die NS-„Euthanasie“ sein, die gezielte Vernichtung von nach NS-Ideologie „lebensunwertem Leben“ . Zu diesem Thema kommen drei Generationen der Familie Sperling-Kosemund: Antje Kosemund mit Tochter und Enkeltochter. Ihr Thema „Auf der Suche nach der verschwundenen Schwester – über Folgen der NS-,Euthanasie‘ in der Familie“. Angefragt war zudem Dr. Michael Wunder, der über das Schicksal von Irma Sperling sprechen will, außerdem über die medizinische Tradition der Eugenik, die zu den „staatlich organisierten Euthanasiemorden führten“. Dagmar Fohl wird aus ihrem Roman „Frieda“ über das Leben der Malerin Elfriede Lohse-Wächtler (1899–1940) lesen. jw

Die Gedenkveranstaltung im Polittbüro Hamburg findet am Sonntag um 12 Uhr statt.

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