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Bryan Ferry

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Foto: Matthew Becker

Bryan Ferry unverbesserlicher Herzensbrecher und Stilikone auf der Bühne.

 

Bryan Ferry war mehr Pop als Punk und hinterfragte in seiner Musik doch mehr, als dem Format eigentlich lieb war. Vielleicht liegt das auch an der frühen Zusammenarbeit mit Brian Eno, mit dem Ferry in den Siebzigern Roxy Music gründete. Die Gruppe versuchte sich an Stilformaten jenseits von Punk und Rock. Der Kunststudent Ferry lieh der Artrockband seine Stimme und sorgte mitunter dafür, dass sich die Marke Glamrock im Königreich etablierte. Zugleich war Ferry ein Mann, der gerne mit Widersprüchen spielte: Der Sohn eines Bergarbeiters, der lieber elegante Anzüge als abgewetzte Lederjacken trug, schrieb neben Discohymnen auch sozialkritische Songs.

Doch der Pianist und Designer wurde nie egozentrisch, sondern interessierte sich für unterschiedlichste Musik. Und das auch nach der Auflösung von Roxy Music, die für viele Popkenner eine der prägendsten Bands der Achtziger darstellten. Ferry coverte unzählige Stücke und verlieh diversen Nummern einen ganz eigenen Charme. Dazwischen werkelte der Jazzfan aber auch am eigenen Songwriting und instrumentalen Stücken. Diverse Ereignisse in seiner Biographie – zahlreiche Trennungen, negative Schlagzeilen und ein nur knapp verhinderter Flugzeugabsturz – sorgten anscheinend für genug Inspiration. Mittlerweile ist sein Oeuvre so groß, dass Ferry sich selbst covert: Zuletzt interpretierte er mit seinem Jazzorchester Klassiker von Roxy Music neu. Um mit einem Songtitel von ihm abzuschließen: „Don’t stop the Dance“.

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