Anzeige
Die Songwriterin von morgen: Charli Adams neue Single „Cheer Captain“
Für Fans von Phoebe Bridgers: Die junge Songwriterin Charli Adams könnte schon bald in der selben Liga wie ihre Heldin spielen.
Dürfen wir vorstellen? Charli Adams und ihre neue Single „Cheer Captain“, mit der die Musikerin ihr Debütalbum „Bullseye“ ankündigt. Auf Deutsch heißt das so viel wie „Ins Schwarze treffen“, und tatsächlich könnte kein Titel passender für die junge Songwriterin sein. Denn wie Adams mit der Mischung aus Alternative Rock und Singer/Songwritermusik auf ihrer neuen Single den Rock-Zeitgeist ins Visier nimmt, ist nichts weniger als meisterhaft.
A propos Zeitgeist: Den Spitznamen „Bullseye“ hat Charli Adams von niemand geringerem als Bon-Iver-Frontmann Justin Vernon beim Dartspielen verliehen bekommen, und überhaupt häufen sich ihre Referenzen nur so. Ihr daran angelehntes Album „Bullseye“ erscheint am 16. Juli auf dem Label Color Study. Federführend bei der Produktion ebenjenes Albums sind wiederum Dan Grech und Brian Kierulf gewesen, die jeweils schon für Lana Del Rey und Lady Gaga als Produzenten tätig gewesen sind. Gemischt wurde es von Patrick Dillett, der in der Vergangenheit etwa für St. Vincent hinterm Mischpult gestanden hat.
Charli Adams erreicht schon jetzt das Level ihrer Vorbilder
So groß die Namen der Produzenten und Mischer auch sein mögen, inhaltlich hat Charli Adams mehr mit den Indiemusikerinnen zu tun, die derzeit die Rockmusik retten. Nicht nur ihr Sound dockt an Heldinnen wie Phoebe Bridgers, Sharon Van Ettern und Angel Olsen an, auch in Sachen Qualität braucht sich Adams nicht vor diesen Vergleichen zu scheuen.
Inhaltlich geht es auf dem Song um Charli Adams’ Kindheit und Jugend in einem erzkonservativen Umfeld. Und um ihre Schulzeit, in der Adams noch versucht hat, den Anforderungen gerecht zu werden, die ihr Umfeld an sie gestellt hat. So ergibt sich auch der Titel: Der Song handelt von der Befreiung aus ihrer Rolle als Captain des Cheerleadingteams und Gottesdienstleiterin. „Cheer Captain ist ein gekränkter und bedauernder Song über den Kampf mit einem Erlöserkomplex und meiner Existenz als serial people pleaser“, sagt Adams über ihren Song. „Ich wollte so verzweifelt alles mögliche für alle Leute sein, dass ich ein anpassbarer Mensch geworden bin, und das ging allzu oft gegen alles, was ich tatsächlich bin.“
Darin finden sich kleinteilig Themen wieder, die auf „Bullseye“ programmatisch sind: „Es hat sich schon immer so angefühlt, als wäre das die These dieses Projekts, ich setze mich mit meiner Beziehung zur Religion, meinen Eltern und Männern auseinander. Ich denke, es lässt sich gut sagen, dass ich mit meiner Identität zu kämpfen gehabt habe (…)“ Aktueller kann Rockmusik gar nicht sein: „Bullseye“, Charli.
Musik

- Gewinnspiele

Jetzt gewinnen: Phil Siemers auf Tour!

Erykah Badu und The Alchemist: Single „Witch Doctor“ kündigt Album an
Hörenswert

Ein vielversprechendes Debüt: Kennt ihr schon Tommy Lefroy?
Manche Songs tragen jahrelang ein Geheimnis mit sich, bevor sie es endlich erzählen dürfen. Auf dem nun angekündigten Debüt „The Precariat“ befinden sich sechs Jahre Songwriting-Geschichte des Duos Tommy Lefroy. Aber wer sind die beiden eigentlich?

- News
„Vogue“ von Wasia Project: Eine nächtliche Erinnerung
Die neue Single „Vogue“ von Wasia Project vereint Techno-Beats mit sinnlicher Nostalgie und bewegt sich dynamisch zwischen Sehnsucht und Euphorie.

Phoebe Bridgers betreibt Operation am eigenen Herzen
Sechs lange Jahre hat uns Phoebe Bridgers warten lassen. Doch das geht okay, denkt man an all die Gefühlsorkane, die sie auf ihrem herzzerreißenden Album „Lost Weekend“ verarbeitet.