- Review
Chris Acker: Good Kid
Auf „Good Kid“ wirkt Chris Acker erst albern, doch versöhnt er mit spröden Songskizzen, die entfernt an Songwriter-Größen wie Daniel Johnston erinnern.

Zunächst könnte man meinen, man sei im falschen Film: Schon das erste Album von Chris Acker „Re-Runs“ hatte hinter Liebesklagen immer auch eine gehörige Portion Selbstironie und Humor. Doch war darauf kein Song so scheinbar jovial gut gelaunt wie der Opener und das Titelstück seines zweiten Albums „Good Kid“: Ein Schunkler mit einer ausgenommen leierigen Pedal-Steel-Gitarre, der von schlechten Noten handelt.
Chris Acker geht allem Humor zum Trotz dahin, wo es wehtut
Wenn man allerdings genauer hinhört, erkennt man in dem stockenden „You’re a good Kid, but what are you good for?“ jene hemdsärmeligen Selbstzweifel, die auch „Re-Runs“ schon unwiderstehlich gemacht haben. Der Rest des Albums ist weniger schunkelig, mit spröden Songskizzen, die entfernt an Songwriter-Größen wie Daniel Johnston erinnern. Einzig und allein der noch stärker präsente Liebeskummer nervt mitunter ein bisschen. Doch genau da versöhnt Acker mit seiner ruhigen Selbstironie, die ihn allerdings nicht davon abhält, mit seinen Songs da nachzuhorchen, wo es wirklich wehtut. jl
Good Kid erscheint am 5. 3. via Mashed Potato Records.
Musik


Just getting started: Ronan Keating Live 2027

Eels im Interview: Ein ziemlich glücklicher Mann
Hörenswert

Danger Dan – Keine Angst
Erst vom ZDF gestrichen, dann in den Top Ten: Auf seinem zweiten Klavieralbum verbindet Danger Dan Gesellschaftskritik mit sehr persönlichen Momenten. Er spricht über Rechtsruck, Erblindung und sein Coming-out – reduziert im Sound, aber mit umso mehr Wucht.

- Gewinnspiele
Jetzt Tickets gewinnen: LP live in Köln

Girls support girls: Die 10 besten Kollaborationen weiblicher Artists
Female Rage, Schwesternliebe und Girlhood pur: 10 Kollabos, die beweisen, dass im Pop längst Platz für alle ist.