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„Jerks“: Traurige Gesichter der Verantwortungslosigkeit

Christian Ulmen und Fahri Yardim in der 4. Staffel der Serie „Jerks“
jerks. Staffel 4Foto: © Joyn/ProSieben/André Kowalsk

Die Serie „Jerks“ geht bei Joyn Plus+ in die vierte Staffel, und mit ihr erreichen die beiden Helden Fahri Yardim und Christian Ulmen, die sich selbst als peinliche, verantwortungslose und nicht bis zur nächsten Straßenlaterne denkende Alter Egos spielen: erreichen also diese Helden ein neues Niveau an sozialer Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit, das schon in der ersten Folge kaum mehr übertreffbar scheint.

Doch kommen wir mal zur einfachen Handlung: Nachdem Fahri Yardim den Vaterschaftstest für sein eigenes Kind gefälscht hatte und seinen besten Freund Christian Ulmen die Vateraschaft unterjubeln wollte, machen beide gemeinsam mit ihren Lebensgefährtinnen Pheline und Emily eine Therapie, bei der es schon in der ersten Sitzung zu Aussagen kommt, die für Verwerfungen in der gesamten Staffel sorgen dürfte: Christian will trotz allem seinem Freund Fahri helfen und schwärzt dessen Mutter – eine liebe- und aufopferungsvolle Frau – als Unterdrückerin an, die ihren Sohn schon als Kind psychisch gebrochen habe. „Jerks“ geht hier weit über komische Momente hinaus, das ist auch kein schwarzer Humor mehr, das ist eine Zeichung der beiden Charaktere Fahri und Christian, wie sie entlarvender nicht sein könnte.

Die Idee zu „Jerks“ stammt von der dänischen Serie „Klovn“, deren Erfinder auch an den Drehbüchern von „Jerks“ mitschreiben. „Jerks“ war die erste Produktion des inzwischen eingestellten Video-on-Demand-Anbieters Maxdome, der in „Joyn Plus+ aufgegangen ist, wo nun alle Staffeln von „Jerks“ zu sehen sind. jw

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