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„Der Anschlag“ im Heimkino: Der Terrorist im Krankenwagen

Es ist kein einfaches Thema, das sich Alessandro Tonda mit „Der Anschlag – Wettlauf gegen die Zeit“ vorgenommen hat. Darin geht es immerhin um Terrorismus, und dann auch noch verübt von Jugendlichen. Umso wichtiger ist es, diese Thematik mit dem nötigen Ernst anzugehen – ein Vorhaben, das Tonda mit minimalistischen Mitteln umzusetzen sucht. Ab dem 25. Februar gibt es das Thriller-Drama „Der Anschlag“ auf Blu-ray und DVD. Digital ist der Film bereits verfügbar.

Die Brüsseler Rettungssanitäterin Isabelle (Clotilde Hesme) und ihr Kollege Adamo (Adamo Dionisi) werden an eine Schule gerufen: Dort haben zwei Schüler erst um sich geschossen, dann hat sich einer in die Luft gesprengt. Mit einem verwundeten Jugendlichen im Wagen machen sie sich auf den Weg ins Krankenhaus.

Zu spät erkennen sie, dass Abdel (Hissem Hermachi) einen Sprengstofgürtel trägt – er ist der islamistische Terrorist, der überlebt hat. Abdel nimmt die beiden als Geiseln und verbietet ihnen, irgendjemandem zu verraten, wer bei ihnen mitfährt. Sollten sie versuchen, Hilfe zu holen, wird er alles in die Luft sprengen. Die Polizei sucht derweil fieberhaft nach dem flüchtigen Attentäter. Doch Abdel hat eigene Pläne, er will Kontakt zu dem Mann aufnehmen, der ihn und seine Freunde radikalisiert hat. Währenddessen nimmt die Polizei Kontakt zu seinen Eltern auf, die aus allen Wolken fallen …

Regisseur Alessandro Tonda hat „Der Anschlag“ quasi in Echtzeit gedreht und verzichtet zumeist auf musikalische Untermalung. Dadurch erhalten viele Szenen einen beklemmenden Realismus. Beeindruckend ist die Plansequenz am Anfang des Films, die komplett ohne Schnitte auskommt.

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