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„Der Goldene Handschuh“ als Comic: Ully Arndt adaptiert Heinz Strunks Bestseller
Mit atmosphärisch dichten Zeichnungen fängt Ully Arndt die düstere Zwischenwelt von Strunks Vorlage kongenial ein.
Als vor zehn Jahren Heinz Strunks „Der Goldene Handschuh“ erschienen ist, ist der Roman eingeschlagen wie eine Bombe: Strunk adaptierte die wahre Geschichte des Serienmörders Fritz Honka, der in den 70ern mehrere Frauen in Hamburg ermordete, und machte daraus eine historisch detailgetreue Milieustudie. Das Buch wurde zum Bestseller und bald darauf von Fatih Akin verfilmt. Und jetzt gibt es die nächste Adaption – in Form einer Graphic Novel von Comicautor Ully Arndt. Zwei Teile sind geplant, der erste trägt den Titel „Sommer der Liebe“, die Fortsetzung erscheint im Frühjahr 2027.
Für Ully Arndt, unter anderem bekannt für seine Zeichnungen der Ottifanten, ist „Der Goldene Handschuh“ auch persönlich relevant. Als Sohn eines Hamburger Bierhändlers hat er die heruntergekommene Zwischenwelt, in der sich Strunks Figuren bewegen, selbst kennengelernt. Also hat er Strunk eine Mail geschrieben und ihm seine Idee einer Adaption vorgestellt – und der war sofort begeistert. Das war bereits 2017, es hat lange gedauert, bis der Comic zur Zufriedenheit beider Künstler fertig geworden ist. Doch es hat sich gelohnt, sind Arndts Zeichnungen doch von einer Dichte und Atmosphäre, die auf gut 100 Seiten einen ganzen Kosmos einfängt. Auch Heinz Strunk zeigt sich begeistert von der Adaption: „Sie wird der literarischen Vorlage nicht nur gerecht, sondern fügt ihr derart viel hinzu, dass aus ihr ein ganz eigenständiges Werk wurde.“
