„Der mit dem Wolf tanzt“ bei Arte: Western von gestern? Nein!
Der Soldat James Dunbar freundet sich auf einem Außenposten mit Sioux-Indianern an. Über kulturelle Grenzen hinweg gelingt Verständigung …
„Der mit dem Wolf tanzt“ läuft am 1. März bei Arte und ist bis 30. März in der Arte-Mediathek zu finden.
Um 1865, mitten im Amerikanischen Bürgerkrieg, wíll der kriegsmüde Nordstaaten-Offizier John J. Dunbar (Kevin Costner) sich nach einer schweren Verwundung lieber von den Südstaatlern reitend erschießen lassen, als sein Bein zu verlieren. Seine Selbstmordaktion sorgt aber dafür, dass seine Truppen die Konföderierten besiegen. Dunbar behält sein Bein und darf sich für seine unfreiwillige Heldentat einen neuen Posten aussuchen. Er wählt einen der westlichsten Außenposten der amerikanischen Zivilisation. Doch als er in Fort Sedgewick ankommt, muss er feststellen, dass es verlassen wurde und er der einzige Bewohner ist. Um ihn herum nur Büffel, ein Wolf und die Ureinwohner, ein Stamm der Sioux, darunter der Medizinmann Strampelnder Vogel (Graham Greene), der Krieger Wind in seinem Haar (Rodney A. Grant), der Häuptling Zehn Bären und Steht mit einer Faust (Mary McDonnell), eine weiße Frau, die als Kind in den Stamm aufgenommen wurde.
Die ersten Aufeinandertreffen sind alles andere als harmonisch, etwa als die Sioux Dunbars Pferd stehlen wollen. Aber allmählich, durch Dunbars Tapferkeit und Ehrlichkeit und mit der Neugier von Strampelnder Vogel und der Aufrichtigkeit von Wind in seinem Haar, entwickeln die Sioux und er gegenseitigen Respekt und Bewunderung. Mehr und mehr taucht er in ihr Leben und in ihre Kultur ein, heiratet Steht mit einer Faust und wird Mitglied des Stammes. Eines Tages trifft er im Fort unerwartet auf Soldaten der Nordstaaten-Armee. Sie stellen ihn vor die Wahl, gegen die Ureinwohner zu kooperieren oder wegen Hochverrats angeklagt zu werden. Und Dunbar entscheidet sich …
Kevin Costners Regiedebüt wurde 1991 mit drei Golden Globes und sieben Oscars ausgezeichnet und ist einer der wenigen Western, die den Ureinwohnern weitgehend klischeefrei großen Raum in seiner Geschichte einräumt. Bis heute unerreicht in einem epischen Western: Alle Sioux und ihre Feinde von den Pawnees werden von Ureinwohnern gespielt und sprechen ausschließlich in der Lakota-Sprache. Costners Plädoyer für Völkerverständigung, das er unabhängig produzerte, weil die großen Studios keine Gewinnchancen in dem Stoff sahen, spielte weltweit über 400 Millionen Dollar ein und initierte dadurch auch neue Westernmeilensteine wie Clint Eastwoods „Erbarmungslos“.