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Der Prinz von Homburg

Opernhaus Stuttgart
Opernhaus Stuttgart ((c)A. T. Schaefer)

Wer wachen Auges träumt, lebt gefährlich …

Hans Werner Henzes Oper „Der Prinz von Homburg“ entstand 1960 als künstlerischer Ausdruck von Henzes Flucht aus dem nüchternen, kalten Deutschland nach Italien. Henze suchte dort einen sinnlichen Zugang zum Komponieren, den ihm die strenge Nachkriegsavantgarde nicht bieten wollte – und vertonte erst einmal Heinrich von Kleists Drama „Prinz Friedrich von Homburg“, in dem der Titelheld mitten im Krieg in einen Traumzustand abgleitet und so entgegen der Befehle handelt, dabei zwar mit traumwandlerischer Sicherheit die Schlacht gewinnt, sich aber im Anschluss wegen Befehlsverweigerung verantworten muss. 1991 veröffentlichte Henze eine revidierte Fassung für eine Inszenierung in München: Das als träumerisch und sinnlich idealisierte Italien verlangte anscheinend einen neuen Blick auf den Stoff. In Stuttgart nimmt sich Stephan Kimmig der Vorlage an, ein hier wohlbekannter Regisseur, der einst von Schauspiel-Intendant Friedrich Schirmer entdeckt wurde. Kimmig ist bis heute spezialisiert auf Sprechtheater, auch wenn sich seit einiger Zeit immer wieder einzelne Operninszenierungen in seinem Portfolio finden, so zuletzt Thomas Kürstners und Sebastian Vogels „Wahlverwandtschaften“ in Bremen. Die musikalische Leitung liegt bei GMD Cornelius Meister beziehungsweise Kapellmeister Thomas Guggeis.

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