KULTUR

Der Vampyr: Komische Oper, Berlin

1821 wurde Carl Maria von Webers dunkelromantische Oper „Der Freischütz“ uraufgeführt, 1843 begründete Richard Wagner mit „Der fliegende Holländer“ ein Musiktheater, das im Rückgriff auf Geschichte und Mythos in die Moderne weisen sollte. Und dazwischen schrieb Heinrich Marschner 1828 das Schauerstück „Der Vampyr“, eine Petitesse in der Geschichte des Musiktheaters, die freilich das Scharnier zwischen von Weber und Wagner bildet.

Ein großer Schmu ist „Der Vampyr“ dennoch – aber Regisseur Antú Romero Nunes hat mit Inszenierungen wie „Der Ring“ (unter anderem nach Wagner, wenn auch als Schauspiel) bewiesen, dass er Schmu in durchaus spannendes Theater überführen kann. Musiktheatererfahrung hat Nunes ebenfalls, auch wenn der 32-Jährige weiterhin spezialisiert auf Schauspiel ist: An der Bayerischen Staatsoper inszenierte er Rossinis „Guillaume Tell“, am Hamburger Thalia Theater mit „Don Giovanni“ und „Die Dreigroschenoper“ hinreißende Oper-Schauspiel-Hybride.

Unterstützung erhält Nunes bei „Der Vampyr“ durch Dessaus ehemaligen Generalmusikdirektor Antony Hermus am Pult.

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