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Deutsches Schauspielhaus zeigt Effi Briest als Radioshow

Effi Briest
Yorck Dippe, Ute Hannig, Markus John© Matthias Horn, 2015

Die Theatermacher*innen Barbara Bürk und Clemens Sienknecht haben sich Theodor Fontanes Drama „Effi Briest“ vorgeknöpft und daraus eine Radioshow inszeniert. Mit dem Titel „Effi Briest – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ feierte das Stück im Jahr 2015 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg Premiere. Heute, dem 9. April ist die Aufführung ab 18 Uhr für 24 Stunden als Stream auf der Homepage des Schauspielhauses zu sehen. Zusätzlich gibt es das Video on Demand am 17. April, ebenfalls um 18 Uhr für 24 Stunden.

Die fulminante Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen 2016 eingeladen, außerdem erhielten Barbara Bürk und Clemens Sienknecht den Theaterpreis Hamburg 2016 in der Kategorie „Herausragende Inszenierung / Dramaturgie“.

Um ein erstes Bild vor Augen zu bekommen, beschreibt Musiker und Regisseur Clemens Sienknecht:

„Effi Briest schaukelt mit Elektra, Medea, Penthesilea und deren drei Schwestern Nora, Lulu und Franziska im Kirschgarten und spielt Verstecken. Ihre couragierte Mutter, Lady Macbeth, kündigt Geert von Innstetten an, der im Biberpelz und seidenen Schuhen erscheint und um Effis schmutzige Hände anhält. Geert, der unlängst eine Liebelei mit Sara Sampson hatte, zieht nach der Hochzeit mit Effi in Bernarda Albas Haus nach Damaskus oder Andorra. Effi wird schwanger, die heilige Johanna wird geboren und Fräulein Julie und Hedda Gabler werden die Zofen. Die schöne Aussicht, die Hoffnung auf Glaube und Liebe, auf glückliche Tage, endet mit zerbrochenen Krügen: Effi beginnt mit dem Revisor Crampas eine Affaire Rue de Lourcine. Was folgt, ist ein Totentanz, ein böses Frühlings Erwachen aus dem Sommernachtstraum.“

Wer nun neugierig geworden ist, kann sich also auf ein musikreiches Spektakel freuen – als digitales Theater, in den eigenen vier Wänden. jb

Wiederholung: 17. 4., 18 Uhr

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