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Die 10 besten Veranstaltungen in Stuttgart im Dezember

Die 10 Veranstaltungen in Stuttgart, auf die wir uns im Dezember am meisten freuen: Das Beste aus Musik, Theater, Comedy, Kunst und Tanz.

Unsere liebsten Veranstaltungen in Stuttgart: Konzerte

Namika Nachdem 2015 schon ihre erste Single „Lieblingsmensch“ zum Chartstürmer geworden ist, hat Namika es dieses Jahr schon wieder an die Spitze geschafft: Der Sommerhit „Je ne parlais pas Français“ hat Platz eins der Hitparade erreicht. Spannend, dass es in dem Lied um Kommunikation in fremden Sprachen geht, denn die Frankfurterin mit marokkanischen Wurzeln hat sich schon mehrfach von ihrer Herkunft inspirieren lassen. So ist der Titel ihrer ersten Platte „Nador“ die Stadt, aus der ihre Großeltern kamen. Und auch „Que walou“, das zweite Album, bezieht sich auf eine Redensart aus Marokko. Wer die nicht versteht, muss sich keine Sorgen machen: Namika kann ja kein Französisch – aber führt trotzdem die deutsche Popszene an. LKA Longhorn 9. 12., 20 Uhr

Afrob Wenn Stuttgart bis heute als eine von Deutschlands Rapmetropolen gilt, dann ist das auch Afrobs Verdienst. Zusammen mit Freudeskreis, den Massiven Tönen und anderen gehörte er zur Kolchose-Crew und hat in den 90ern frischen Südwestwind in den HipHop gepustet. 1999 hat ihn „Reimemonster“, eine Kollaboration mit Ferris MC, zum größten Rapper des Landes gemacht. 20 Jahre später kann Afrob immer noch so reimen, spitten und die Hallen füllen wie damals. Auf seinen letzten Alben hat sich der Stuttgarter zunehmend nachdenklicher gegeben – live ist und bleibt er jedoch, was er schon immer war: ein echtes Monster. Im Wizemann 14. 12., 20 Uhr

Unsere liebsten Veranstaltungen im Dezember: Theater und Oper

Eine der Veranstaltungen, auf die wir uns besonders freuen: Die Premiere von „La Nozze di Figaro“ in der Staatsoper Stuttgart
La Nozze id Figaro Foto: Willem Andersson

Le Nozze di Figaro Die Regisseurin Christiane Pohle beschäftigt sich mit ihrer ersten Arbeit für die Staatsoper Stuttgart mit den bürgerlichen Verheißungen der Liebe: Figaro, der Kammerdiener des Grafen Almaviva, ist mit Susanna verlobt, der Zofe des Grafen. Doch letzterer interessiert sich nicht mehr für seine Frau Rosina, sondern hat ebenfalls nur noch Augen für Susanna. Staatsoper ab 1. 12.

Ich Seh’ Monster Nikko Weidemann, der bereits mit Nick Cave und Rufus Wainwright auf der Bühne stand, lädt zu einem musikalischen, biografischen und politischen Varietétheaterabend ein. In Form einzelner Songs erzählt er Anekdoten aus seinem Leben, angefangen mit seinem musikalischen Erwachen durch seine erste Frank-Zappa-Platte. Kammertheater ab 7. 12.

Besonders freuen wir uns im Dezember auch auf die Stuttgart-Premiere von „Impact“
Impact Foto: Holger Reuker

Impact“ macht den Auftakt für die Trilogie „Molecular Scars“ der Heidelberger Kompagnie Inter-Actions. In ihr beschäftigen sich Inter-Actions mit individuellen und kollektiven Traumata – und laden das Publikum mit ihrer Work-in-Progress-Präsentation dazu ein, die Performance mitzugestalten. Theater Rampe 19. 12.

 

Unsere liebsten Veranstaltungen in Stuttgart: Kabarett

Stuttgart Veranstaltung Tim Fischer: Zeitlos
Tim FIscher & Band Foto: Sebastian Busse

Tim Fischer: Zeitlos Sein Stern ging vor 30 Jahren im Hamburger Schmidt Theater auf, nachdem er kurz davor aus Oldenburg nach Hamburg umgezogen und damit der reaktionären Provinz entkommen war. „In den Träumen war es natürlich New York, aber dem kam Hamburg damals schon sehr, sehr nahe“, sagte Tim Fischer im kulturnews-Interview zu diesem für sein Leben so wichtigen Schritt. Jetzt kommt Ausnahme-Chansonnier Tim Fischer mit Jubiläumsalbum auf Jubiläumstour und präsentiert alte und neue Chansons aus eigener und fremder Feder, die alle auch die Lebenswelt des Chansonniers aus unterschiedlichen Etappen widerspiegeln.. Der Schwerpunkt des Programms wie wie beim Album auf den Songs von Sebastian Krämer liegen. Theaterhaus 4. 12., 20 Uhr

Kurt Kröhmer Stresssituation
Kurt Krömer: Stresssituation Foto: Chris Noltekuhlmann

Kurt Krömer „Immer wenn ich in Deutschland bin, statte ich dem Gardinenfachgeschäft Tölzke einen Besuch ab. Das umfangreiche Angebot an Gardinenstangen und Gardinenstangenringen aller Größen macht es für mich zur Anlaufstelle Nummer eins in Sachen Sex-Spielzeug!“ Kurt Krömers subtiler Humor ist von seltener Qualität. Keine Info zum neuen Programm auf der Website, stattdessen aber zwei Tourneesponsoren, die frei erfunden sind: Gardinen-Tölzke und die Bauunternehmung Kaluske, beide mit eigener Website und frech erfundener Legende sowie mit Kundenbewertungen wie die eingangs zitierte.

Die ist übrigens von Luther Blissett. Der karibisch-englische Fußballprofi spielte mal für den FC Watford und den AC Mailand. Viel wichtiger: Sein Name wurde schon damals von subkulturellen italienischen Aktivisten als Massen-Pseudonym verwendet, um reihenweise Falschmeldungen in italienischen Medien zu lancieren. Womit wir wieder bei Kurt Krömer wären. Nachtrag: Inzwischen wurden die Tourneesponsoren leider vom Netz genommen, jetzt zeigt Krömers Website außer den Tourterminen gar keinen Inhalt mehr. Schade! Theaterhaus 17. + 18. 12., 20 Uhr

Sascha Grammel Fast Fertig
Sascha Grammel: Fast Fertig! Foto: Sascha Grammel

Sascha Grammel, selbsternannter Erfinder der Puppet-Comedy, kommt eigentlich von der Zauberei. Seine Figuren, die auf der Bühne oft anarchisch-komische Verhaltensweisen an den Tag legen, sind der Adler-Fasan Frederic Freiherr von Furchensumpf, die Schildkröte Josie und der doppelte Hamburger Prof. Dr. Peter Hacke. Mit ihnen führt Bauchredner Grammel grandios-dämliche Dialoge. Sein Personal verselbständigt sich immer wieder und wächst dem Meister über den Kopf, was dieser oft nur noch liebevoll-resignierend zur Kenntnis nehmen kann. „Fast fertig“ ist Programmtitel und Motto des neuen Programms, in dem es Puppenspieler Sascha Grammel und seine Puppentruppe diesmal auf eine Insel verschlägt. Porsche Arena 11. + 12. 12., 20 Uhr

Unsere liebsten Veranstaltungen in Stuttgart: Klassik

VVKO – Der Golem Es handelt sich hier mitnichten um die Oper von Eugen d’Albert – das Verworner Krause Kammerorchester führt mit „Der Golem“ eine völlig neue Eigenproduktion auf. Charakteristisch vielseitig für das zwanzigköpfige Ensemble spielt es sich hier wieder von Techno, über House und Filmmusik bis hin zu Klassik, und übergeht dabei alle stilistischen Grenzen. Theaterhaus 11. 12., 20.15 Uhr

Unsere liebsten Veranstaltungen in Stuttgart: Kunst

Tanz! Max Pechstein. Bühne, Parkett, Manege Denkt man an die Goldenen Zwanziger, an Berlin und das ausschweifende Leben der beginnenden Moderne, so fallen einem unweigerlich Bilder von wilden Partynächten ein, in denen sich Künstler*innen aller Art begegnen und Swing tanzen. So etwa muss die Imagination des Expressionisten Max Pechstein ausgesehen haben – ein Leben auf dem Tanzparkett, umgeben von Freigeistern wie ihn. Als Maler suchte Pechstein mehr nach lebendigen Motiven als nach stillen Landschaften. Selbst ein begeisterter Tänzer, war der Künstler stark von dem gesellschaftlichen Leben inspiriert, das sich Anfang des 20. Jahrhunderts von konservativen Zwängen löste und nach einem freien, individuellen Ausdruck suchte.

Als Mitglied der Künstler*innengruppe „Die Brücke“ verband Pechstein eine starke Verbindung zu Gleichgesinnten, die mit einem progressiven Kunstverständnis maßgeblich zur Entwicklung der expressionistischen Moderne beitrugen. In Paris lernte er die Werke von Paul Gauguin und Henri Matisse kennen, die seine Kunst weiter prägten. Sie alle vereint das Interesse am Natürlichen und Ursprünglichen, wie Pechstein es in exotischen rituellen Tänzen erlebte. Diese Begeisterung ist seinen Bildern deutlich anzusehen: Wer länger hinsieht, wird früher oder später vom Drang mitgerissen, sich zu bewegen, ins Leben zu tauchen und so ein Stück vom Geist der Moderne zu spüren. Kunsthalle Tübingen ab 30. 11.

Tanz! Max Pechstein in der Kunsthalle Tübingen
Max Pechstein: Tanz, 1909, Öl auf Leinwand, 95 × 120 cm, Brücke-Museum Berlin, Dauerleihgabe aus Privatbesitz Foto: Roman März © 2019 Pechstein – Hamburg/Tökendorf

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