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Die letzten Tage des Ptolemy Grey: Mit der Macht der Erinnerung

In der Serie Die letzten Tage des Ptolemy Grey (jetzt auf Apple TV+) ist der Namensgeber des Titels, Ptolemy Grey, schon über die 90, er leidet an Demenz und wohnt alleine in seiner zugemüllten Wohnung. Als sein Neffe Reggie erschossen wird, hat er niemanden mehr, der sich um ihn kümmert. Dann kommt Robyn zu ihm, weil sie eine Unterkunft braucht, und gewinnt das Vertrauen des alten, verwirrten Mannes.

Reggie hatte für Ptolemy vor seinem Tod noch einen Arzttermin vereinbart: Dr. Rubin kann ihm mit einem neuen Medikament für eine begrenzte Zeit das Gedächtnis wiedergeben. Ptolemy macht sich auf die Suche nach dem Mörder seines Neffen.

Die letzten Tage des Ptolemy Grey: Samuel L. Jackson brilliert

Samuel L. Jackson brilliert in der Serie Die letzten Tage des Ptolemy Grey als Demenzkranker, subtil spielt er den alten Mann zwischen wachen Momenten und Tatendrang auf der einen und der Verdüsterung des Geistes mit ihren Panikattacken auf der anderen Seite. Zwar steht irgendwann die Suche nach dem Mörder Reggies im Zentrum der Handlung, doch die Serie vergisst weder den Blick auf die Fragilität der Hauptfigur noch das soziale Umfeld des Ptolemy Grey. Rassismus und das Abzocken alter, dementer Menschen sind immer wiederkehrende Motive. jw

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