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Die schmutzigen Hände: Cuvilliéstheater München

MARTIN KUŠEJ/Residenztheater
(Foto: © Robert Fischer)

Der kärntner Quadratschädel Martin Kusej inszeniert Sartre

Intendant Martin Kusej (Foto) hat es am Bayerischen Staatsschauspiel nicht leicht. Erst zog Neuintendant Matthias Lilienthal von den benachbarten Kammerspielen alle Aufmerksamkeit auf sich, dann outete die Süddeutsche Zeitung Kusej als Choleriker, der mit Kritik nicht umgehen könne. Dabei ist der kärntner Quadratschädel doch nur ein Theatermacher alten Schlages, der wenig auf Diskurs gibt und gerne mal laut wird, ein typischer Künstlerintendant, der auf künstlerische Authentizität pocht und nicht auf Diplomatie. Hatte man schon fast vergessen, dass es sowas noch gibt, seit Leute wie Claus Peymann und Frank Castorf sich nach und nach in Richtung Altenteil verabschieden. Dass diktatorisches Übervatertum allerdings ein zweischneidiges Schwert ist, beweist Jean-Paul Sartres Politthriler „Die schmutzigen Hände“ – den Hausherr Kusej sinnigerweise selbst im Cuvilliéstheater inszeniert.

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