KULTUR

Die Wupper: Central, Düsseldorf

Düsseldorfer Schauspielhaus "Die Wupper"
Foto: Sebastian Hoppe

Eine Koproduktion der Theater in Mülheim und Düsseldorf, und zwar bei einem Stück, das die Heimatstadt Wuppertal der Autorin Else Lasker-Schüler schon im Titel trägt: Ruhrgebiet, Rheinland und Bergisches Land sind vereint, „Die Wupper“ ist echtes NRW-Theater!

Roberto Ciulli, der große alte Mann des internationalen Regietheaters, arbeitete vor über 35 Jahren als Regisseur in der Landeshauptstadt, hat sich seither aber weitgehend auf seine Intendanz am Mülheimer Theater an der Ruhr konzentriert und damit auch ein Stück weit aus dem deutschsprachigen Regisseurskarussell hinauskatapultiert.

Ob sich das mit „Die Wupper“ ändern wird? Wohl kaum. Dabei ist Lasker-Schülers expressionistisch grundiertes Drama um den Niedergang der Industriellenfamilie Sonntag durchaus anschlussfähig für die Gesellschaft rund 100 Jahre nach Erscheinen der Vorlage. Allerdings: Seine Zeitgenossenschaft beweisen muss jemand wie Ciulli schon lange nicht mehr, für ihn ist in erster Linie wichtig, Theater zu machen, das relevant ist für seine Zuschauer. In Wuppertal, Mülheim und Düsseldorf, nicht in den Feuilletonredaktionen von Berlin, Hamburg und Frankfurt.

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