URBANE KULTUR

Neues Kunstwerk für den Emscherkunstweg

Emscherkunstweg
David Jablonowski, Public Hybrid, 2021, entstanden für den EmscherkunstwegFoto: Judith Frey

Auf dem Emscherkunstweg, dem permanenten Skulpturenpfad im nördlichen Raum des Ruhrgebiets, gibt es eine künstlerische Attraktion mehr zu sehen: Am 26. November wird das neue Werk des Bochumer Künstlers David Jablonowski der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Emscherkunstweg: Festakt für alle

Dazu laden Urbane Künste Ruhr, Emschergenossenschaft und Regionalverband Ruhr – die Kooperationspartner des Emscherkunstwegs – am Freitag, 26. November ab 15 Uhr ein. Auf dem Bauhof der Emschergenossenschaft in Dortmund-Schüren findet um 16:30 Uhr ein Festakt mit Empfang statt.

Über das Kunstwerk

Für David Jablonowski sind unter anderem industrielle Materialien, ihre Entstehung und Infrastrukturen Anlass zur künstlerischen Auseinandersetzung. Die zu eröffnende Skulpturengruppe „Public Hybrid“ besteht aus Sandstein und 3-D-Drucken, die zu hybriden Formationen verschmelzen. Jablonowski verknüpft digitale Technologie, durch die der Plastikabfall erst zum Rohstoff wird, mit dem traditionellen Abbau geologischer Ressourcen. Damit reflektiert er auch den Emscher-Umbau der Emschergenossenschaft, der durch technologische und ökologische Eingriffe eine ebenso hybride Landschaft formt.

Das Kunstwerk „Public Hybrid“ ist ab 15 Uhr am Emscher-Weg etwa 200 Meter nach der Kreuzung mit der Adelenstraße in Richtung Aplerbeck öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich.

Für den Festakt ist aufgrund der beschränkten Teilnehmer:innenzahl eine Anmeldung über den Kalender der Emscherkunstweg-Website erforderlich. Es gelten die aktuellen Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung in ihrer Gültigkeit zum Veranstaltungszeitpunkt (im Moment 3G) sowie die Teilnahmebedingungen, die nach Anmeldung per Mail verschickt werden. Veranstalterin ist die Emschergenossenschaft. Der Eintritt ist kostenfrei.

Ablauf

Adresse: Bauhof Dortmund-Schüren Emschergenossenschaft Adelenstraße 13, 44269 Dortmund

15:00 Uhr – Anmeldung auf dem Bauhof und Besichtigung des Kunstwerks

16:30–17:00 Uhr  – Grußworte auf dem Bauhof Dortmund-Schüren von Thomas Westphal, Oberbürgermeister Dortmund; Isabel Pfeiffer-Poensgen, Schirmherrin und Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen; Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Regionalverband Ruhr; Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft und Dr. Vera Battis-Reese, Geschäftsführerin Kultur Ruhr GmbH

17:00–17:30 Uhr – Einführung in das Kunstwerk und Künstlergespräch mit Britta Peters, Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr, Marijke Lukowicz, Kuratorin Emscherkunstweg bei Urbane Künste Ruhr, und David Jablonowski, Künstler

17:30–18:30 Uhr – Empfang mit Getränken und Snacks

Über den Emscherkunstweg

Der Emscherkunstweg ist eine öffentliche Sammlung von Kunstwerken entlang der Emscher. Auf gut 100 Kilometern erzählen aktuell 19 Skulpturen und Installationen von der wechselvollen Geschichte des Ruhrgebiets, aber auch von einem ganz besonderen Fluss und einem der größten Renaturierungsprojekte Europas: dem Umbau des Abwassersystems Emscher zum sauberen Fluss durch die Emschergenossenschaft. Seit 2010 begleitet Kunst diesen Prozess und reflektiert die Geschichte der Unterwerfung der Natur unter industrielle Anforderungen und den darauffolgenden Strukturwandel. Unter den permanenten Werken sind skulpturale Arbeiten von Rita McBride, Tadashi Kawamata oder Inges Idee. Zu den bestehenden kommen weitere Kunstwerke hinzu.

Der Emscherkunstweg ist eine Kooperation zwischen Urbane Künste Ruhr, Emschergenossenschaft und Regionalverband Ruhr unter der Schirmherrschaft von Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Skulpturenweg ist aus dem temporären Ausstellungsformat Emscherkunst hervorgegangen, das seit 2010 den Emscher-Umbau durch die Emschergenossenschaft begleitet hat. Seit 2018 wird der Emscherkunstweg unter der künstlerischen Leitung von Britta Peters, Urbane Künste Ruhr, als permanentes Angebot neu konzeptioniert und erweitert. Lesen Sie hier unser ausführliches Interview mit Britta Peters und Marijke Lukowicz, Kuratorin für den Emscherkunstweg bei Urbane Künste Ruhr.

Nichts verpassen! Einfach unseren Kultur-Newsletter abonnieren! Anmelden