Erik Cohen: Crowdpleaser
Seine Fans schätzen Erik Cohens Authentizität. Das hat vor allem mit seinem Job als Kindergärtner zu tun.

Erik Cohen hat das geschafft, was sich eigentlich alle Berufsmusiker*innen wünschen: Er verspürt keinerlei Druck, sondern macht einfach das, worauf er Lust hat. Weil er hauptberuflich nämlich nicht Musiker ist, sondern Erzieher. Für seinen eigenen Kindergarten hat er sogar das pädagogische Programm selbst entworfen.
Und auch sonst ist Daniel Geiger, wie Cohen mit bürgerlichem Namen heißt, ein Familienmensch. Mittlerweile hat er fünf Kinder, und Musik macht er vornehmlich nach 21 Uhr, wenn die Kleinen im Bett sind. Das kommt nicht nur ihm zugute – Cohen sieht seine Musik vor allem als Ausgleich –, auch seine Fangemeinde dankt es dem Kieler. Denn nach 13 Jahren als Sänger der Hardcore-Band Smoke Blow macht er nun seit acht Jahren als Solokünstler Musik. Seine Spezialität: Rock, der ungezwungen und nicht nach Verpflichtung klingt.
Doompop by Erik Cohen
Drei Alben und eine EP hat er bislang veröffentlicht, auf denen er sich nicht nur auf Hartes beschränkt. Cohen kanalisiert sein Punk-Erbe in eine erdige Mischung aus Deutschrock und Singer/Songwriter-Elementen, die er selbst als Doompop bezeichnet. Nun blickt er mit der umfangreichen Best-of/Live-Retrospektive „Live aus der Vergangenheit“ auf sein bisheriges Werk zurück. Seine Fans werden es zu schätzen wissen, denn auf der Platte findet sich auch die erste offizielle Veröffentlichung eines heißgeliebten Livesongs: das Joachim-Witt-Cover „Goldener Reiter“.
Musik


Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview

Positiver Twist: Massendefekt lassen sich ihren Optimismus nicht nehmen!
Hörenswert

- Review
Typologie eines Lebens von EBOW: Was Deutschrap sein kann
Das neue Album „Typologie eines Lebens“ der Rapperin Ebow liefert alles, was Deutschrap im besten Fall sein kann. Zusätzlich versteht die Künstlerin es Rap Traditionen feministisch umzudenken.

Ballerina aus Bratislava: Adéla übernimmt die Popwelt
Provokation, große Träume und Ballett. Adéla hat alle drei Elemente perfektioniert und dreht auf ihrem Debütalbum „PRIMA“ Pirouetten durch eine Popwelt, von der sie selbst einst nicht mal zu träumen wagte.

Beartooth mit Pure Ecstasy: Persönlichstes Album trifft auf Welttournee
Beartooth haben es wieder getan: Am 28. August ist mit „Pure Ecstasy“ das neue Album der Band aus Ohio erschienen und es ist in jeder Hinsicht ein Wendepunkt.