Erykah Badu und The Alchemist: Single Witch Doctor kündigt Album an
Mit „Witch Doctor“ treibt Erykah Badu gemeinsam mit The Alchemist den Medien den bösen Geist aus – und kündigt im gleichen Atemzug ein Album an.

Erykah Badu, einer der prägendsten Stimmen der Neo-Soul-Bewegung, meldet sich nach elf Jahren mit der Single „Witch Doctor“ zurück. Der Song ist gleichzeitig auch ein Vorbote ihres neuen Albums, das in 18-monatiger Zusammenarbeit mit dem Produzenten The Alchemist entstand, der zuletzt einen unglaublichen Output hatte, mit etwa Lary June, Armand Hammer oder Freddie Gibbs zusammenarbeitete. Badu und The Alchemist erschaffen nun eine eigene, experimentelle und trotzdem zeitlose Klangwelt, die Soul, Jazz, Blues, Funk, Rock und Underground-HipHop fusioniert. Kein Wunder, dass bei diesem Sound auch Blubberbass-King Thundercat beteiligt war, der bei den Credits zu „Witch Doctor“ ebenfalls genannt wird und erst kürzlich sein Album „Distracted“ veröffentlicht hat, das wir wegen seiner „diebischen Freude am Quatsch“ gefeiert haben (hier zur Review).
Erykah Badu und The Alchemist: Kollabo-Album kommt im August
Quatsch ist für die erste Single des für den 28. August angekündigten Kollabo-Albums von Erykah Badu und The Alchemist wohl aber nicht das passende Attribut. Ist „Witch Doctor“ doch ein zuweilen spiritueller Reigen der selbst ernannten Witch und eine kritische Auseinandersetzung mit den Massenmedien. So singt Badu: „Cause a witch is just a medium/And a medium like the media/And you eatin’ up/What they feedin’ ya/That’s witch craft“. Das ist Badu in Reihenform – etwas, auf das Fans seit 16 Jahren gewartet haben.
Die vergangenen elf Jahre nutzte Badu keineswegs als Pause: Sie tourte, arbeitete als Mentorin, gab Gastparts, beobachtete aufmerksam das schnelllebige Zeitgeschehen und wurde Mutter. All diese Erfahrungen und Erkenntnisse über Gesellschaft, Familie, Reflexion über Vergangenheit und Zukunft flossen in ihr Album ein. Es ist zugleich retrospektiv reflektierend und zukunftsorientiert tröstend. Viele Songs richten sich an jüngere Generationen, also auch an ihre eigene Tochter.
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