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Esther Abramis Debüt glänzt mit Vielfalt, Eigenkreation und Worakls-Feature

Esther Abrami: Mit Violin-Klassikern für TikTok in den Konzertsaal
Esther Abrami: Mit Violin-Klassikern für TikTok in den Konzertsaal.Foto: Charlotte Ellis

Das Debütalbum von Esther Abrami, das am 25. März 2022 bei Sony Classical erscheint, hat sie – ganz typisch für einen Erstling – nach sich selbst benannt. Darauf präsentiert die Violinistin und Klassik-Influencerin ein so frisches und junges Klangpanorama, dass sich auch ihre Fangemeinde auf TikTok, Instagram und Co. der Platte kaum wird entziehen können.

Bekannt geworden ist die 25-jährige Geigerin in den sozialen Netzwerken und hat damit die heutige Ökonomie der Aufmerksamkeit bestens durchschaut und für sich genutzt. Nicht umsonst wurde sie vom Forbes Magazine als „Best Influential Star“ ausgezeichnet. Die Französin erreicht mit ihrer Musik und ihren Videos so Millionen junger Menschen, denen sich damit die seltene Gelegenheit bietet, klassische Musik für sich zu entdecken. Abrami gelingt es aber nicht nur auf ihren Kanälen im Netz, das Genre der klassischen Musik zu entstauben, sondern auch auf ihrer ersten LP.

Auf „Esther Abrami“ bildet sie eine junge Generation klassischer Musiker:innen ab und fasst dafür den Begriff „Klassik“ naturgemäß etwas weiter. Begleitet am Piano oder von großem Orchester stehen einmalige neue Arrangements bekannter klassischer Melodien – von „Schwanensee“ bis zur Paganini-Caprice – neben neuen Stücken u. a. von der jungen Komponistin und Pianistin Annelie, Hollywood-Soundtrack-Star Jacob Shea oder Abramis persönlichem Vorbild, der Oscar-Gewinnerin Rachel Portman.

Ein besonderes Highlight auf dem Album ist das Stück „Sainte Victoire en sol mineur“. Hinter diesem Titel versteckt sich eine großartige Orchesterkomposition, die Abrami zusammen mit dem französischen Musikproduzenten Worakls geschrieben hat. Der DJ macht sonst eigentlich melodisch-elektronische Musik. Die Zusammenarbeit ist ein Paradebeispiel dafür, wie es Abrami gelingt, verschiedene Stile zu vereinen und damit eine besonders breite und junge Zuhörerschaft anzusprechen. Für sie selbst war dieses Stück ein großer Spaß: „Wir haben es zu Beginn der Pandemie erarbeitet, als ich meine Eltern in Südfrankreich besucht habe. Deshalb heißt es ,Saint Victoire’ – weil sie am Fuß des Berges wohnen.“ Zukünftig würde sie gerne mehr in dieser Richtung machen.

Hier kannst du vorab in die Tracks auf dem Album reinhören und hier haben wir im Interview mit Esther Abrami über TikToks gegen das Patriarchat gesprochen.

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