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Eva Almstädt: Ostseefeuer

Im Feuer liegt ein Pferdekopf. Der Mann, mit dem Katharina Stöver an diesem Abend in den Dünen verabredet war, wurde niedergeschlagen. In derselben Nacht bringt jemand den Pfarrer um – Katharinas Ehemann. Er fängt gar nicht so schlecht an, Pia Korritkis zehnter Fall. Aber dann wird es zäh und leider auch latent langweilig. Denn im kleinen Dorf Mönkenbek sind zwar alle ziemlich maulfaul und verbergen etwas vor den Ermittlern, richtig dicke Leichen im Keller hat außer dem Mörder aber niemand. Also schaukelt „Ostseefeuer“ von Befragung zu Befragung und bekommt ein Die-Heldin-bringt-sich-noch-mal-schnell-in-Lebensgefahr-Thrillerende: Fertig ist der Serienkrimi. Dass die Hörversion den Nebenstrang – Pias Privatkrieg mit dem Ex – noch weiter verkürzt als das Buch, ist auch nicht hilfreich. Immerhin geht es um den Sorgerechtsprozess für Felix, den Hinnerks Neue mit allen Mitteln zu Gunsten des Vaters entschieden haben will. Gäbe es das Wort Übergangskrimi: Dies wäre einer! Wenn man bei Korritki und Co. am Ball bleiben will, okay. Wenn man einfach nur einen wirklich spannenden Norddeutschlandkrimi sucht, nimmt man aber lieber den Vorgänger „Ostseesühne“.

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