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Ewige Jugend

Alter, Leben, Lust, Liebe: In „Ewige Jugend“ lässt Oscar-Gewinner Paolo Sorrentino („La grande Belezza“) Michael Caine und Harvey Keitel in einem Alpenhotel kunstvoll auf Supermodels treffen.

Michael Caine als alternder Komponist, Harvey Keitel als alternder Filmregisseur. Das „Zauberberg“-Hotel Schatzalp in Davos. Das Popsternchen Paloma Faith. Ein Südamerikaner, der vielleicht Diego Maradona ist. Rachel Weisz, die vielleicht Juliette Binoche ist. Ennui, Dekadenz, Sex – „Ewige Jugend“ ist ein Ausstattungsstück, das pop- und hochkulturelle Bezüge aufeinander  schichtet, um so einen vielstimmigen Diskurs über das Alter, die Liebe und den Tod zu führen. Der Körper zerfällt, Schönheit lässt sich nicht konservieren, Souveränität erkauft man sich mittels Erkenntnis der eigenen Vergänglichkeit, und gegen wohlgeformte Brüste hat wahrscheinlich niemand was. Michael Caine und Harvey Keitel werfen sich diese Erkenntnisse mit edler Noblesse zu. Am Ende wandert Hitler durch die Schatzalp, Maradona kickt einen Tennisball, ein buddhistischer Mönch schwebt über die Alpen. Und das rumänische Supermodel Madalina Ghenea aalt sich nackt im Pool, so schön, so unerreichbar…

Paolo Sorrentino, 2014 für seine schwelgerische Fellini-Hommage „La grande Belleza – Die große Schönheit“ mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet, hat wieder eine einzigartige Mischung aus Arthaus- und Starkino gedreht. (fis/vs)

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