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kulturnews Frankfurt

Das Beste aus zwei Wochen: Tanz, Klassik, Kunst, Konzerte und Entertainment.

Die besten Events aus Theater, Tanz, Klassik, Konzerten und Entertainment – von uns für Euch zusammengestellt.

Konzert | Schlachthof Wiesbaden 14. 11., 20 Uhr

Lea

 

In extrem kurzer Zeit hat Lea die deutsche Popwelt für sich eingenommen – man könnte auch sagen: vollkommen erobert. Ganz aus dem Nichts aufgetaucht ist die Sängerin nicht, denn schon als Schülerin hat sie Lieder auf YouTube veröffentlicht. Doch der Erfolg war damals noch bescheiden genug, dass Lea nach dem Abitur nach Argentinien gehen und danach studieren konnte. Erst seit ihrem Debütalbum, das 2016 erschienen ist, kommt der Hype Schlag auf Schlag. Letztes Jahr hat Lea „Zwischen meinen Zeilen“ veröffentlicht und damit noch mehr Menschen in ihren Bann gezogen: Es sieht ganz so aus, als könnte das hier Leas dritte Tour in Folge werden, die restlos ausverkauft ist.

 

Foto: © Jessica-Schäfer

Kultur | Diverse Locations Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden 31. 10.–17. 11.

Tanzfestival Rhein-Main

 

„Moving beyond“ lautet das diesjährige Motiv des internationalen Festivals und ist eine klare Aufforderung, weiterzugehen, weiterzudenken und Grenzen zu öffnen. Wer das Programm in ganzer Fülle erleben will, muss sich bewegen: Von Darmstadt über Frankfurt und Offenbach bis Wiesbaden finden in diversen Locations Inszenierungen, Tanztrainings und Workshops statt. Choreograf*innen und Künstler*innen aus aller Welt stellen ihre neusten Stücke vor, die jede Genregrenzen überschreiten: Choreografin Lisbeth Gruwez bietet mit ihren Tanz- und Performancestücken eine Bandbreite zwischen Jodeln, Tanzen zu Bob Dylan und körperstarken Homer-Interpretation an. Beim Dance Battle in Offenbach geht es um mehr als Breakdance: Hier wissen die Tänzer*innen vorher nicht, mit wem sie antreten, und genauso wenig, zu welchem Genre sie tanzen. Wer sich zu Techno Drums und Acid Synth austoben möchte, bekommt mit dem Elektro-Duo Minimal Violance das passende Liveset geboten. Die unterschiedlichen Locations verlangen Mobilität: Mit „Dancing Wheels“ arbeitet das Festival dafür eigens eine Kooperation mit www.bessermitfahren.de aus.

 

Entertainment | Frankfurter Hof Mainz 11. 11., 20 Uhr/Batschkapp Frankfurt 15. + 16. 12., 20 Uhr

Enissa Amani

 

Foto: © Enissa Amani

Sie hält ihre Shows auf Englisch, auf Farsi und auf Deutsch: Enissa Amani ist eine der intelligentesten Comedians hierzulande, dennoch macht sie nur zu gern einen auf Tussi, spricht über Klamotten, Schminke, Problemzonen. Aber wenn die Tochter eines persischen Ehepaares, das vor langer Zeit vor dem Shah-Regime nach Deutschland floh, politisch wird, wird sie ganz schnell auch ernst. Amani macht dennoch keine Lehrstunde aus ihren Shows, zu entspannt packt sie politisch brisante Themen in einen lässigen Small-Talk mit ihrem Publikum. Amani ist nix für Menschen, die politisches Kabarett wollen. Im Rahmen der Comedy aber gehört sie zum Besten, was die Szene zu bieten hat.

 

Klassik  | Alte Oper Frankfurt 12. 11., 20 Uhr

Grigory Sokolov

 

Foto: Mary Slepkov

Grigory Sokolov tritt gerne hinter der Musik zurück. In seinen Konzerten wie seiner öffentlichen Präsenz bemüht sich der russische Pianist seit jeher um größtmögliche Distanz zu seiner Person. Im Programm seines Konzertes in der Alten Oper Frankfurt stehen bisher Brahms‘ Klavierstücke op. 118 und 119. Sein durchdringend-scharfsinniges, intimes Spiel wird einen spannenden Kontrast zu den reichen Komposition bilden, doch den Rest des Programms hält Sokolov – stets um die Unmittelbarkeit seiner Konzerte bemüht – noch unter Verschluss. Ein Manko ist das nicht: Wer Sokolovs Konzerte kennt, weiß, dass er wie selbstverständlich die unterschiedlichsten Zugaben und Einschübe spontan ins Programm einarbeitet.

 

Kunst | Museum Sinclair-Haus 10. 11.–2. 2. 2020

Illusion Natur. Digitale Welten

 

Jennifer Steinkamp, Dervish 11 (Installationsansicht), 2004 Foto: © Jennifer Steinkamp, courtesy ACME, Los Angeles; greengrassi, London, and the Istanbul Modern

Natur und Digital scheinen zunächst zwei gegensätzlich Begriffe zu sein. Doch im digitalen Zeitalter gibt es nahezu nichts Natürliches, was nicht digital nachzuahmen wäre. Man denke nur an die Visual Effects des digitalen Kinos. In manchen Blockbustern reihen sich die komplexesten Algorithmen für künstliche Landschaften aneinander: Ein tropischer Regenwald kann so programmiert werden, dass er nach den biologischen Gesetzmäßigkeiten wächst und sich bildtechnisch selbst generiert. Das Museum Sinclair-Haus betrachtet dieses Phänomen von der künstlerischen Seite. Über zwölf zeitgenössische Positionen fragen nach den Grenzen von Natürlichkeit und Künstlichkeit, ihre Verbindung und die Vorstellung von Realität und Illusion. Im Mittelpunkt dieser Betrachtung steht die Natur als Sehnsuchtsort. Die Werke der Künstler*innen verdeutlichen einerseits die Macht der Mimesis, welche die computerbasierten Mittel liefern. Andererseits weisen sie durch ihre Natur-Verfremdung die tatsächliche Entfernung von der Natur auf. Die künstlerischen Arbeiten von den 1980er Jahren bis heute drängen die Frage nach der Wahrnehmung der Natur sowie des Hyperrealen förmlich auf: Welches Bild haben wir vom Sehnsuchtsort Natur, und – wohin führt uns ihre perfekte Illusion?

 

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