Franziska Kleinert

Knapp eine Million Fans haben sie im Vorprogramm der erfolgreichen Megatournee von Pur gesehen. Die in der Berlin geborene und in der schwäbischen Provinz aufgewachsene Rockröhre Franziska Kleinert geht im Oktober auf Clubtournee durch Deutschlands Großstädte. Erste Konzert: am 5. 10. im Alten Schützenhaus statt.

KULTUR!NEWS: Frau Kleinert, Sie sind für Ihre Bühnenpräsenz bekannt. Wie war es da, vor 20 000 Leuten aufzutreten?

Franziska Kleinert: Sehr gut! Es ist eigentlich viel einfacher, vor 20 000 Besuchern zu spielen als vor 20. Die 20 000 stecken sich nämlich gegenseitig an, und bei 20 muß man viel mehr Arbeit leisten, bis überhaupt etwas zurückkommt.

K!N: Reizt Sie der Erfolg von Pur oder reicht es Ihnen, durch kleinere Clubs zu tingeln?

Kleinert: Sagen wir mal so, es macht beides Spaß. Man möchte aber irgendwann natürlich richtig gut davon leben können, und das ist nicht möglich, wenn man ausschließlich durch die Clubszene tingelt. Daß sich beispielsweise Fanclubs gegründet haben, wäre ohne die Pur-Tournee nie möglich gewesen. Auch der CD-Absatz ist während der Tournee bestens gelaufen.

K!N: Sind Sie mit der Bezeichnung „Mainstreamrock“ einverstanden?

Kleinert: Auf jeden Fall. Selbst wenn man meine Musik als Schlager bezeichnen würde, ließe mich das kalt. Hauptsache ist doch, es kommt gut an und paßt zu mir. Obwohl Englisch singen einfacher wäre, bleibe ich auch in Zukunft bei deutschen Texten.

K!N: Bleibt Ihnen als tourgestreßter Rockstar überhaupt noch Zeit zum Spaßhaben oder sich um Ihr Privatleben zu kümmern?

Kleinert: Bei mir ist es noch lange nicht so extrem wie bei Pur. Und sonst habe ich ja noch meinen Sohn, der mich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

K!N: Ihre nächsten Zukunftspläne?

Kleinert: Im Oktober machen wir eine Clubtour, die uns genau durch die Städte führt, in denen wir mit Pur aufgetreten sind. Wir möchten gerne sehen, ob etwas von dieser Tournee hängengeblieben ist. Außerdem nehmen wir eine neue CD auf, die nächstes Jahr erscheinen soll.

Interview: Jürgen Spieß

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