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FRUIT

Pop mit Charakter wollen die sechs Frankfurter von Fruit uns nahebringen. Die Mittel auf ihrem Debütalbum „Exposures Left“ (EMI): handgemachte Gitarrensounds und moderne Elektronik. In Hamburg trafen die K!N Sängerin Catenia Quentin, Gitarrist Frank Rill und Keyboarder Andy Velte.

KULTUR!NEWS: Catenia, Frank, Andy: Was habt Ihr eigentlich gegen deutsche Popmusik?

Catenia Quentin: Nichts, aber ich finde, wenn ich deutsch singe, klingt das immer nach Schlager, egal, was in dem Lied passiert.

Quentin: Mit Englisch kann man einfach die meisten Menschen erreichen.

K!N: Ihr seid zu sechst. Wie bringt man alle Meinungen unter einen Hut?

Andy Velte: Es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein bei uns, aber wir schaffen es, unsere Energie in die Musik zu packen

K!N: Euch gibt es knapp zwei Jahre. Habt Ihr schon Lehren aus dem Business gezogen?

Frank Rill: Ja: Es gibt keine Rezepte oder Garantien – deshalb sollte man am besten das machen, was man fühlt, dann wird man wenigstens von sich selbst nicht enttäuscht.

K!N: Catenia, du singst in „Coloured Racing Cars“, daß du lieber ein Junge wärst …

Quentin: Ich wollte schon immer überall mitmischen und habe unter dieser Einordnung gelitten, daß man als Mädchen bestimmte Sachen nicht sagen oder tun darf. Ich wollte immer stark sein, mich schlagen und mit Autos spielen. Inzwischen habe ich gemerkt, ich kann beides: ein schickes Kleid anziehen und mir die Finger richtig schmutzig machen.

K!N: Wann ist ein Song eigentlich gut?

Rill: Wenn er abwechslungsreich ist, die Leute bewegt …

Quentin: … und ein Gefühl transportiert. Obwohl es immer noch sehr komisch ist, wenn ich unseren Song im Radio höre. Ich hab‘ damit manchmal Probleme. Angst nicht – aber das Gefühl, daß ich mich jetzt nicht mehr wehren kann.

Interview: Bärbel Pfannerer

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