- Review
Hamilton Leithauser: The Loves of your Life
Hamilton Leithauser pendelt mit spielerischer Leichtigkeit zwischen Rock’n’Roll, Folk, Soul und Doo-Wop, ohne dabei rückwärtsgewandt zu klingen.

Um sein drittes Soloalbum mit kleinen Teaservideos anzukündigen, hat sich Hamilton Leithauser prominente Unterstützer*innen gesucht: Ethan Hawke zertrümmert ein Glas auf seinem Kopf, und Maggie Rogers versucht, ihm einen Haarschnitt zu verpassen. So lustig, so unnötig: Nachdem Hamilton Leithauser fast 15 Jahre lang mit The Walkmen eine der besten, wenn auch nie so richtig erfolgreichen Indierockbands angeführt hat, konnte der New Yorker mit seinen Alleingängen einen ganz und gar eigenen Sound etablieren – und „The Loves of your Life“ ist sein bisher ambitioniertestes Werk.
Wenn er auf seinem dritten Soloalbum Geschichten erzählt, die ihm enge Freunde oder auch Zufallsbekanntschaften zugetragen haben, pendelt er mit spielerischer Leichtigkeit zwischen Rock’n’Roll, Folk, Soul und Doo-Wop, ohne dabei rückwärtsgewandt zu klingen. Da ist „Isabella“, die nicht erwachsen werden kann, weil ihre Eltern ihre Mietkosten in Manhattan übernehmen. Der Protagonist von „Here they come“ geht ständig ins Kino, weil er es im eigenen Leben nicht aushält, und „The Stars of Tomorrow“ erzählt von einer Polin, die für einen sehr wohlhabenden Mann in die USA emigriert ist und sich nach einer schrecklichen Auseinandersetzung aus der Abhängigkeit befreien kann. Setzt man diese Geschichten zusammen, erhält man ein sehr tiefenscharfes Bild von der Welt, in der wir momentan leben. cs
The Loves of your Life erscheint am 10. April via Glassnote Records.
Musik

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Hörenswert

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