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Havasi: The Greatest Showman

Havasi
Foto: Havasi Entertainment

Kein Wunder, dass sich Balázs Havasi Franz Liszt als großes Vorbild auserkoren hat. Und das nicht nur, weil er ein Landsmann des Ungarn ist: „Liszt war der Erste, der das Klavier immer lauter werden ließ – wie eine Rockband, die riesige Lautsprecher entlang der Bühne aufstellt und voll aufdreht“, sagt Havasi. Von den Lautstärken, die er bei seinen Konzerten erreicht, hätte Liszt freilich nur träumen können. Denn seine Auftritte sind Events, die zwischen Lisztomanie, Queen-Konzert und Andre Rieu liegen.

„Wenn ich in großen Stadien auftrete, fühle ich mich wie ein Rockstar“, bestätigt Havasi. „Ich habe mich in erster Linie immer als Entertainer, als Showman gesehen.“ Das neue Best-of Album „The World of Havasi“, das am 8. April 2022 erscheint, bildet einen Querschnitt seines Repertoires ab.

Havasi auf den Spuren von Billy Joel

Als klassisch ausgebildeter Musiker hat der 1975 geborene Havasi anfangs tatsächlich Liszt gespielt, neben anderen Klassikern von Mozart bis Debussy. Doch schon damals wollte er mehr. Als Erweckungserlebnis gibt Havasi ein Konzert an, das er als Kind besucht und bei dem Tracy Chapman zusammen mit 50 000 Fans ihren Hit „Fast Car“ gesungen hat. „Ich habe sofort eine Gänsehaut bekommen.“

Folgerichtig sieht er sich nicht nur in der Tradition der klassischen Virtuosen, sondern auch von Little Richard, Elton John oder Billy Joel. Bei Konzerten spielt er heute Eigenkompositionen, lässt sich von einer Rockband, Sänger:innen sowie Orchester unterstützen und zündet ein Feuerwerk. Wie schafft er es, dass man darüber das Klavier noch hört? „Seit ich 20 war, mache ich Kampfsport“, erzählt Havasi. Außerdem spielt er Tennis, isst vegan und nimmt täglich ein Eisbad, um die Muskeln zu regenerieren. Da hatte Franz Liszt einen deutlich unkomplizierteren Alltag. Aber der musste auch keinen Rockdrummer übertönen.

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