Helen Money: Atomic
„Atomic“, das vierte Soloalbum der Cellistin Alison Chesley unter dem Alias Helen Money, ist eine Meditation über Verbindungen – und deren Auflösung.

„Atomic“, das vierte Soloalbum der Cellistin und Komponistin Alison Chesley unter dem Alias Helen Money, ist eine Meditation über Verbindungen – und deren Auflösung. Denn das Album entstand als Reaktion auf den Tod ihrer Eltern, ein Ereignis, das lange Schatten warf und eine Phase der Neuorientierung für Chesley und ihre Familie zur Folge hatte. Dieser Prozess ist auf „Atomic“ allgegenwärtig: Sie reduziert ihren Sound auf seine wesentlichen Bestandteile, eine entrückte Mischung zwischen Metal, Klassik und Ambient, und fängt davon ausgehend die Unsicherheit der Trauerphase technisch und kompositorisch ein.
Helen Money findet intensive Schönheit
Ihr Cellospiel ist suchend, tastet mit langen Bögen und vorwärtsgewandten Pizzicati ins Ungewisse aus Ambientwolken, komplexen Schlagzeugrhythmen und elektronischen Störgeräuschen. Dabei verharrt sie nur punktuell, in den dramatischen, emotional aufgeladenen Passagen. „Atomic“ ist rastlos, aber nicht hoffnungslos: Im Suchen findet Alison Chesley keine Sicherheit – sondern Momente intensiver Schönheit. jl
Atomic erscheint am 20. März via Thrill Jockey Records.
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