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Historie der Briefumschläge

Briefumschläge Papeterie
Foto: Joanna Kosinski/Unsplash

Briefumschläge spielen nicht nur eine wichtige Rolle im Alltag – sie spiegeln auch die Kulturgeschichte wider.

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Noch immer spielen Briefkuverts wie von Kuvertwelt im Leben eine wichtige Rolle. Oft werden Briefe mit einem wichtigen Inhalt verbunden. In anderen Fällen gefällt den Leuten die eintretende Ruhe und Entspannung beim Verfassen der Briefe. Doch nur in einem guten Briefumschlag kann die Post sicher ankommen. 

Wie entstanden die ersten Briefumschläge

Schon seit Langem schreiben sich die Menschen Briefe. Um den Inhalt vor fremden Augen zu bewahren, wurde einst ein Siegel genutzt. Die gerollten oder gefalteten Briefe wurden mit Wachs geschlossen, was sehr viel Arbeit machte. 

Wie ging die Briefkuvert-Geschichte weiter?

Im Jahr 1820 erfand S.K. Brewer, ein britischer Papierwaren- und Buchhändler, die ersten Briefumschläge. Brewer steckte die Briefe in Umschläge und ersparte den Menschen das Rollen und Falten. Zudem konnte nun das Papier beidseitig beschrieben werden. Allerdings geschah die Kuvert-Herstellung anfangs noch per Hand. 

Briefkuverts als Massenware

Briefkuverts in Handarbeit zu fertigen, war anstrengend. Dazu nahm die Nachfrage zu. Im Jahr 1835 bekam Brewer einen Großauftrag von einer Londoner Firma, welche massenweise Briefumschläge wollte. Somit begann die Massenproduktion. Erst viele Jahre danach konnten die Umschläge mit einer Maschine hergestellt werden. Die Engländer Edwin Hill und Warren De La Rue erfanden die Tret-Falzmaschine. Diese wurde im Jahr 1851 in London vorgestellt. Nachdem beide das Patent erhielten und Maschinen verkauften, kam das Gerät nach Deutschland. 

Wichtige Fortschritte in der Entwicklung der Briefkuverts

Die Firma Rheinhart Schmidt versuchte 1910 Sichtfenster in die Briefumschläge einzubauen. Nach mehreren Versuchen wurde eine Serienproduktion gestartet. Auch die Firma Winkler und Dünnebier sorgte für Verbesserungen. Im Jahr 1925 wurde die erste Rotations-briefumschlag-Maschine bekannt gegeben. Diese arbeitete mit mehr Schnelligkeit und ersparte den Arbeitsschritt der handlichen Vorgummierung. Die Form, welche heute bekannt ist, wurde von der gleichen Firma erfunden. Ab 1930 wurden Briefumschläge mit nutzbarem Sichtfenster serienweise hergestellt. Diese wurden später zu Pergamin-Fenstern.  

Moderne Briefumschläge

Die Briefumschläge von heute können sogar quadratisch und transparent sein. Auch wenn aufgrund moderner Medien weniger Briefe geschrieben werden, bringen Briefe Ruhe in den Alltag. Botschaften mit persönlicher Note werden nach Monaten oder Jahren wiederholt gelesen. Die empfangenden Personen können den Zeitaufwand oft merken und schätzen. 

Für einen guten Brief sind immerhin geordnete Gedanken wertvoll. Jeder Satz muss wohl überlegt werden, weshalb ein Brief nicht schnell geschrieben ist. Außerdem kann hier kein Schreibfehler gelöscht werden, weshalb besondere Aufmerksamkeit vorhanden sein sollte. Des Weiteren können je nach Grund des Schreibens verschiedene Größen, Formate und Farben gewählt werden. Damit werden die Kuverts weiter in Zukunft bedeutsam sein und sich ihre Geschichte fortsetzen.