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Hjorth & Rosenfeldt: „Die Früchte, die man erntet“ setzt die Krimiserie um Sebastian Bergman fort

Buchcover „Die Früchte, die man erntet“ von Hjorth & Rosenfeldt

Wer von einer abgefeuerten Gewehrkugel tödlich getroffen wird, hört vorher nicht einmal mehr den Knall des Schusses. In der schwedischen Kleinstadt Karlshamn fallen in einer Woche drei Menschen tückischen Überschall-Geschossen zum Opfer.

Bei einer so hohen Frequenz von Morden rechnet die Ortspolizei mit weiteren Anschlägen des unerkannt gebliebenen Heckenschützen und fordert Unterstützung von der Reichsmordkommission an.

Vanja Lithner steht als neue leitende Ermittlerin schon von Beginn der Ermittlungen an unter enormen Erfolgsdruck, denn Presse und soziale Medien fachen die Panik der Bewohner weiter an. Doch welcher Serienkiller arbeitet hier seine persönliche To-kill-Liste ab?

Die Opfer erscheinen zunächst wahllos ausgewählt, fieberhaft wird nach Verbindungen gesucht, die zu einem Mordmotiv und so zum Täter führen. Doch könnte eine zufällige Gemeinsamkeit schnell auf eine falsche Spur führen.

Natürlich steht der hochintelligente Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann mit einer Analyse bereit, doch Vanja scheut die Zusammenarbeit mit dem anerkannten Profiler, der sich durch Sex-Eskapaden und seine Unberechenbarkeit selbst aus dem Team der Mordkommission katapultiert hat.

Fans der erfolgreichen Serie wissen natürlich, dass es noch einen Grund für das schwierige Verhältnis gibt: Sebastian und Vanja waren schon lange Kollegen, als sie erfahren haben, dass sie seine uneheliche Tochter ist.

Hjorth & Rosenfeldt blicken auch in die seelischen Abgründe der Ermittler:innen

Das Autorenduo Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt ist bekannt dafür, ihre Protagonist:innen vor Schicksalsschlägen nicht zu schonen. Neben privaten Verwicklungen und beruflichen Spannungen gibt es in der Mordkommission immer seelische Abgründe, die bei den nervenaufreibenden Verbrecherjagden unerwartet in die Quere kommen.

So ahnt Vanja nicht, dass bei der Suche nach dem Heckenschützen auch bei jemanden aus ihrem Team plötzlich die Sicherungen durchknallen, als sich unerwartet die Gelegenheit für ein perfektes Verbrechen ergibt.

Sebastian, der sein Trauma durch den Verlust von Frau und Tochter nie überwinden konnte, versucht sich derweil wieder auf Spur zu bringen. Er hat sich als Psychologe selbstständig gemacht und ist froh, wenn er ab und zu seine kleine Enkelin sehen darf – doch natürlich brechen dabei auch alte Konflikte wieder auf.

Sebastian und Torkel, der durch sein Alkoholproblem als Chef der Mordermittler nicht mehr tragbar ist, kämpfen verzweifelt gegen sich selbst und riskieren alles, um bei einer waghalsigen Rettungsaktion wieder mal den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen.

Längst ist die rasante Sebastian-Bergmann-Reihe so etwas wie eine Langzeit-Soap für die vielen Fans. Und da Hjorth & Rosenfeldt sich auf raffinierten Schwedenthrill mit hohem Suchtfaktor verstehen, ist auch am Ende noch lange nicht alles auserzählt.

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